Monheim: Tote Hosen für weißen Anstrich

Monheim: Tote Hosen für weißen Anstrich

Die "Fiat", die das Cover der Tote-Hosen-Platte "Unter falscher Flagge" ziert, soll einen weißen Anstrich erhalten.

Auf einen genauen Eröffnungstermin für das Aalschokker-Museum an der Klappertorstraße mag sich Tourismusmanagerin Maximiliane Richtzenhain nicht festlegen - nach etlichen Problemen mit komplizierter Statik, sensiblen Bodenverhältnissen und zu viel Regen. "Aber das Schiff kommt Mitte, Ende Januar", sagt sie.

Derweil läuft ein enger und aufwändiger Abstimmungsprozess mit der Denkmalbehörde über die Farbgebung, die Sanierung der Stahlkonstruktion und der Kajüte ab. "Wir wollen schließlich so viel wie möglich vom Originalschiff erhalten", so Richtzenhain. Das Schiff wird wohl die Farbe tragen, die es auf dem Tote-Hosen-Cover "Unter falscher Flagge" hat: also Weiß. Ursprünglich soll das 1937 erbaute Schiff schwarz gewesen sein - auch eine hellblaue Phase ist darunter. "An einigen Stellen wird jeweils eine bestimmte Farbperiode sichtbar gemacht werden", sagt Fischer.

Die unter Wasserstrahlhochdruck freigelegte Stahlkonstruktion ist auch schon begutachtet worden. Größere Schäden habe diese durch in die Kajüte eindringendes Wasser erlitten. Nach der Rekonstruktion der Kajüte wird die interaktive Museumstechnik eingebaut und Kabel verlegt. Auf der Außenplattform, die das Schiff umgibt, wird es insgesamt sechs Schautafeln zum Themen Rhein und Aalfischerei geben. Im Schiffsinnern soll die Geschichte der Fiat Voluntas interaktiv dargestellt werden.

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Anhand der privaten Ausrüstungsgegenstände von Wilhelm Wirtz wird das Leben der Fischer auf den Booten dargestellt, obwohl der Neusser sein Heim auf dem sicheren Ufer hatte. "Natürlich soll das gesamte Aalfang-Equipment wieder auf dem Schiff installiert werden", sagt Richtzenhain.

Die Stadt konnte ihren selbst gesetzten engen Zeitplan für die Eröffnung - Herbst 2017 - nicht einhalten. Die Gründung des Schiffes und damit die Stahlkonstruktion, auf der das Schiff ruhen wird, mussten maßgeblich geändert werden, sagt Gebäudemanager Michael Lobe. "Inzwischen sind alle technischen Probleme gemeistert." Eine Herausforderung wird der Transport des Schiffes auf dem Tieflader - Durch das Nadelöhr Klappertorstraße.

(RP)