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Langenfeld: Tausende feiern für den guten Zweck

Langenfeld : Tausende feiern für den guten Zweck

Das 26. ZNS-Fest am Wochenende in der Innenstadt war gut besucht. Die Einnahmen fließen an Kliniken, die sich auf Erkrankungen des zentralen Nervensystems spezialisiert haben.

Gespannt wühlt Regina Störtenbecker in einem Eimer voller bunter Lose. Nach und nach zieht sie die fünf der bunt eingerollten Papiere und öffnet sie vorsichtig. "Aha!", freut sich die 75-Jährige. "Ein Gewinn ist immerhin dabei." An der Theke der Tombola holt sie ihren Preis ab. Es ist ein herzförmiger Schlüsselanhänger. "Den schenke ich meinem Mann", sagt die Langenfelderin und nippt an ihrem Caipirinha. "Wir kommen jedes Jahr her und kaufen ein paar Lose, um damit den Förderkreis ZNS zu unterstützen."

Zum 26. Mal organisierte der Verein die zweitägige Sause rund um das Rathaus. Der Vorsitzende Wolfgang Schapper ist der Kopf hinter dem Fest. Er sorgt auch dafür, dass der Erlös an die richtigen Stellen fließt. "Im letzten Jahr konnten wir mehr als 15 000 Euro an die Klinik Bersenbrück überweisen", sagt der 77-Jährige. Weitere 5000 Euro gingen an andere Stellen. "Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr einen ähnlichen Betrag einnehmen können." Unterstützt werden Einrichtungen, die vor allem Patienten mit Störungen des zentralen Nervensystems behandeln. "Im Laufe der Jahre konnten wir rund 650 000 Euro sammeln. Das ist eine stolze Summe."

Möglich ist das nur durch das Engagement eines großen Netzwerks. Am Wochenende waren mehr als 30 ehrenamtliche Helfer aus dem Föderkreis ZNS im Dienst. Hinzu kommen Unternehmen und Einzelhändler, die Preise für die Tombola stiften. So gibt es unter anderem schicke 3D-Ferneher vom Elektronik-Markt Medimax oder Gutscheine für das Küchencenter Smid. Insgesamt gibt es rund 2900 große und kleine Sachpreise zu gewinnen. "Ohne die Unterstützung der lokalen Wirtschaft wäre es wohl kaum möglich, Gewinn zu erzielen", sagt Schapper. "Alleine die Organisation des Festes kostet rund 30 000 Euro."

Für die Besucher gibt es viel zu entdecken. In der Fußgängerzone zeigten verschiedene Autohändler ihre Modelle - vom schnittigen Kompaktwagen bis zur Nobelkarosse. Rund um das Rathaus locken Stände mit deftigen Leckereien - und die Bühne mit reichlich Live-Musik. Am Samstagnachmittag spielte das "Casablanca Sound Orchester" aus Leverkusen Klassiker der Musikgeschichte und aktuelle Hits. Dazu gibt es ein kühles Bier - oder wahlweise einen Cocktail. Gestern standen unter anderem der Trompeter Bruce Kapusta und die Coverband "Five Minutes Left" auf der Bühne.

Auf dem Vorplatz der Stadtsparkasse haben vor allem Kinder ihren Spaß. Die Stadtwerke haben Friedhelm Susok engagiert, um den Nachwuchs zu unterhalten. Pedalo-Wettrennen, Kletterburg, Bastelecke und ein XL-Kickertisch für bis zu acht Spieler sorgen dort für Kurzweil. "Alle Spiele, die wir anbieten haben einen Bezug zum Thema Energie", sagt Susok, der sein Angebot als "Infotainment" beschreibt. "Auf diesem Weg haben die Kinder nicht nur Spaß, sondern sie lernen auch etwas über ökologische Zusammenhänge."

Ein paar Meter weiter sind Schnäppchenjäger auf dem kleinen Trödelmarkt unterwegs. Eine von ihnen ist Petra Obrocki. Sie ist zufrieden mit ihrer Ausbeute: "Ich habe mir ein paar Filme auf DVD und einen Lockenstab gekauft", freut sich die 42-Jährige. Ebenfalls auf dem ZNS-Fest unterwegs ist das Traditionspaar Trudi und Hans-Willi Schäfer - obwohl die beiden ihren 39. Hochzeitstag haben. Mit Adjutantin Annegret Herkenrath verkaufen sie Lose.

(dora)