Monheim: Tanzturnier ist Lohn nach hartem Training

Monheim : Tanzturnier ist Lohn nach hartem Training

Die Sportgemeinschaft Monheim richtete die Stadtmeisterschaften im Jazz- und Showtanz aus. Publikum in der OHG-Halle war begeistert.

Fast ein ganzes Jahr lang haben die Tänzerinnen von "Loose your name" hart für diesen Auftritt geübt. Gestern nun ist der Tag gekommen, an dem das Team um Trainerin Daniela Schwarz (25) zeigen kann, was in ihm steckt: Es nimmt an den Stadtmeisterschaften im Jazz- und Showtanz teil. Der traditionell von der Sportgemeinschaft Monheim (SGM) am ersten Advent ausgerichtete Wettbewerb begeistert auch in der 13. Auflage wieder viele Zuschauer. Der Jubel auf den vollen Rängen in der Sporthalle des Otto-Hahn-Gymnasiums ist der beste Beweis.

Mitten im Trubel können es die Freundinnen Leonie (11) und Dayna (12) kaum abwarten endlich zu tanzen. Immer wieder haben die beiden die Choreografie trainiert - sogar vor dem Spiegel zu Hause. Die vorherigen sieben Tanzgruppen haben die Messlatte bereits ziemlich hoch angesetzt. Trotzdem lassen sich die elf bis 14 Jahre alten Mädchen aus Daniela Schwarz' Truppe nicht verunsichern. Entschlossen stellen sich die 14 Tänzerinnen in ihrer Startformation auf. Ein kurzer Blick ins Publikum, dann senken sie den Kopf und warten auf die ersten Töne der Musik. Der Popsong "Telephone" der Gruppe XY Unlimited tönt aus den Boxen und die Monheimer Mädchen begeistern mit der ausgefeilten Choreografie. Das Publikum belohnt bereits die ersten Schritte mit rhythmischen Klatschen und lauten Zurufen.

"Mit unserem Turnier wollen wir vor allem den Spaß am Tanz in den Vordergrund setzen", erklärt SGM-Hauptorganisatorin Claudia Lepperhoff. "Hier können die Tänzerinnen ihr Können unter Beweis stellen." Teams treten in den Bereichen Jazztanz Juniorinnen, Showtanz Juniorinnen, Bambini sowie Senioren Jazztanz und Senioren Showtanz an (siehe Infokasten). Mit insgesamt sieben Teams ist die SG Monheim in allen Kategorien vertreten.

Eine fünfköpfige Jury beurteilt jeweils die Leistung der Tänzer. Jurorin Iris Hofen erklärt: "Anhand einer Bewertungsliste vergeben wir Punkte für beispielsweise Schwierigkeit der Choreografie, Synchronität, Art der Ausführung." Dabei betont die aus Monheim stammende Tanzpädagogin: "Uns ist es wichtig, objektiv und fair zu beurteilen. Sympathien für Tänzer spielen bei der Bewertung keine Rolle."

Die Musik hört auf: Außer Atem, aber sichtlich zufrieden warten die Tänzerinnen von "Loose your name" auf das Juryurteil. Die Summe der hochgehaltenen Schildern zeigt das Ergebnis: 39,5 Punkte! Nach der Punktbereinigung zieht "Loose your name" mit 24 Punkten in die Endrunde ein. "Wow, wir hätten nie gedacht, dass wir es bis ins Finale schaffen", freuen sich Leonie und Dayna. "Letztes Jahr haben wir nicht so gut abgeschnitten. Einfach nur toll."

Dass Jazz- und Showtanz nicht nur etwas für junge Mädchen ist, beweisen die "Crazy Women" der SG Monheim. "Obwohl wir nicht mehr mit den jungen Hüpfern mithalten können, haben wir hier sehr großen Spaß", sagen Ute Rolter (48) und Petra Walther (47): "Denn für das Tanzen ist man nie zu alt!"

(ey)