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Tafel und Tüte in Langenfeld und Monheim haben mehr jüngere Helfer

Langenfeld/Monheim : Tafel hat seit Corona mehr junge Helfer

In den Lebensmittelläden für Bedürftige des SkF Langenfeld und des SkFM Monheim engagieren sich im Zuge der Pandemie-Beschränkungen neue Ehrenamtliche. Darüber freuen sich die Teams.

Die Corona-Krise hat den Teams von „Tafel“ (Monheim) und „Tüte“ (Langenfeld) neue und jüngere Helfer beschert. Darüber freut sich die Monheimer „Tafelkoordinatorin“ beim Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SKFM) Madeleine Wilfert ganz besonders. Denn einige der rund 20 Aktiven gehörten aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe und konnten über viele Wochen nicht an den Ausgabestellen im Johanneshaus (Brandenburger Allee 25) oder an der von-Ketteler-Straße 4 in Baumberg (St. Dionysius) Lebensmittel verteilen.

„Zunächst hatten sich fünf Helfer ab 45 Jahren gemeldet. Davon sind zwei dabei geblieben“, zieht sie ein Resümee der vergangenen Monate. „Jetzt konnten wir noch einmal drei weitere Ehrenamtliche für den Fahrdienst gewinnen.“ Ähnliches erlebte Rainer Sartoris, Bereichsleiter des Sozialdiensts katholischer Frauen (SkF) in Langenfeld. „Einige Menschen, die wegen Kurzarbeit in den Betrieben nicht erwerbstätig waren, haben bei uns in der Tüte an der Immigrather Straße ehrenamtlich mitgemacht. So konnten unsere älteren Ehrenamtlichen zu Hause bleiben.“

Etwa 50 bis 60 bedürftige Haushalte, das entspreche etwa 150 Menschen, kämen regelmäßig jeden Dienstag ab zehn Uhr zur Monheimer Tafel. In Langenfeld waren es beispielsweise im Mai 115 Haushalte und 315 Personen, berichtet Sartorius. „Die Zahlen sind während der Corona-Krise nicht angestiegen.“ Geöffnet hat die Tüte dienstags, donnerstags und montags ab 12 Uhr. Jüngere Bedürftige seien – anders als beispielsweise in den Nachbarstädten Monheim, Hilden und Haan – in den vergangenen Wochen nicht hinzu gekommen. Sind bei der Langenfelder Tüte 22 Mitarbeiter im Einsatz, geben in Monheim zwischen 15 und 20 Helfer Obst, Gemüse, Brot oder Joghurts aus. So wie es etwa der abgebildete Max Ochs am Dienstag tat.

Um noch besser und gezielter helfen zu können, sorgt mittlerweile ein „mobiler Tafeldienst“ in Monheim dafür, dass auch ältere und gehbehinderte Menschen mit Lebensmitteln versorgt werden. Mit einem Transporter fährt die ehrenamtliche Helferin Ursula Runkel einmal pro Woche rund 20 Haushalte an, um Lebensmittel bis zur Wohnung zu bringen. Ein Aufruf um zusätzliche Lebensmittelspenden habe ein großes Echo gefunden, berichtet Caspar Offermann, Monheimer SKFM-Geschäftsführer. In Langenfeld habe es keine Engpässe bei den Lebensmittelspenden gegeben, sagt SkF-Bereichsleiter Sartoris. Zwar schwankte der Bestand manchmal von „ganz wenig bis ganz viel“, doch an den Ausgabetagen „war immer genug da“.

Unterstützt von Marc Böhr und weiteren Helfern aus dem Sojus 7 packt das Monheimer Tafelteam einmal in der Woche haltbare Lebensmittel wie Kaffee, Gebäck, Tee, Nudeln oder Reis in Tüten und bringt diese ins Übergangswohnheim an der Niederstraße 40/42. Dort werden sie dann an die Familien verteilt.