Monheim: Studenten befragen Auen-Besucher

Monheim : Studenten befragen Auen-Besucher

Die Renaturierung in der Urdenbacher Kämpe wird in einer Studie bewertet.

Spaziergänger in der Urdenbacher Kämpe müssen sich demnächst darauf gefasst machen, angesprochen zu werden. Aber keine Sorge, dies dient der Wissenschaft: In den nächsten Monaten werden Kölner Geographie-Studenten entlang des Altrheins Besucher befragen. Nach Angaben von Elke Löpke, Leiterin der Biologischen Station Haus Bürgel, soll die Studie den Naturschutz und die Deichöffnung in der Urdenbacher Kämpe bewerten.

Die Studenten befassen sich unter Anleitung von Professor Dr. Boris Braun mit Naturschutz und der Renaturierung von Gewässern. Die im letzten Frühjahr erfolgte Deichöffnung am Urdenbacher Altrhein und das Projekt "Auenblicke" gelten als herausragende Beispiele dafür, wie Natur wieder entstehen und für die Menschen erfahrbar werden kann.

In Zusammenarbeit mit der Biologischen Station möchten die Studenten in der Befragung ihre methodischen Kenntnisse anwenden. Dabei interessiert sie nach eigenen Angaben einerseits, wie Monheimer und Düsseldorfer die Renaturierung bewerten und ob sie dieses Gebiet zu Erholungszwecken nutzen. Andererseits möchten sie herausfinden, was noch verbessert werden kann. Löpke: "Da auch in anderen Gebieten Nordrhein-Westfalens ganz ähnliche Befragungen laufen, können die Ergebnisse mit anderen Renaturierungen im Lande verglichen werden."

Die Befragung startet morgen an Fronleichnam und endet Mitte Oktober. Löpke bittet im Namen aller Beteiligten darum, sich 10 bis 15 Minuten Zeit nehmen, um die Fragen zu beantworten. "Die Studierenden werden Passanten nach einem Zufallssystem auswählen und ansprechen. Die Datenauswertung erfolgt streng anonymisiert."

(mei)
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