Rp-Aktion Stricken Für Meine Stadt: Strickaktion: Beispiel für Stadtverschönerung

Rp-Aktion Stricken Für Meine Stadt : Strickaktion: Beispiel für Stadtverschönerung

Monheim (elm) Als Symbol für die Prognose, Monheim müsse sich nun angesichts seiner Geberrolle beim Kommunalsoli "warm anziehen", hat es die "Glückliche Familie" in ihrer farbenfrohen Strickkombi inzwischen sogar ins Fernsehen geschafft. Gestern ging die RP-Aktion zu Ende. Die fleißigen Handarbeiterinnen von "Margittas Wollkörbchen" in Baumberg brachten die letzten Wollstücke an, um etwa dafür zu sorgen, dass die patchworkartige Hose der Vaterfigur besser sitzt. Sie haben viel Erfindungsgabe aufgebracht, um den Figuren trotz unzugänglicher Extremitäten und zusammengeschweißter Körperteile Kleidungsstücke anzupassen. Der Junge trägt indianisch anmutende Beinkleider, die nur durch einen Steg mit dem Oberteil verbunden sind, auch der Rock des Mädchens wurde inzwischen durch ein Top erweitert, das im Nacken befestigt wird. Leider haben einige Zeitgenossen offenbar für den Winter vorsorgen wollen und die Mützen entwendet. Auch der gelbe Bikini schmiegt sich jetzt wohl eher an weiche Haut statt an harte Bronze.

Monheim (elm) Als Symbol für die Prognose, Monheim müsse sich nun angesichts seiner Geberrolle beim Kommunalsoli "warm anziehen", hat es die "Glückliche Familie" in ihrer farbenfrohen Strickkombi inzwischen sogar ins Fernsehen geschafft. Gestern ging die RP-Aktion zu Ende. Die fleißigen Handarbeiterinnen von "Margittas Wollkörbchen" in Baumberg brachten die letzten Wollstücke an, um etwa dafür zu sorgen, dass die patchworkartige Hose der Vaterfigur besser sitzt. Sie haben viel Erfindungsgabe aufgebracht, um den Figuren trotz unzugänglicher Extremitäten und zusammengeschweißter Körperteile Kleidungsstücke anzupassen. Der Junge trägt indianisch anmutende Beinkleider, die nur durch einen Steg mit dem Oberteil verbunden sind, auch der Rock des Mädchens wurde inzwischen durch ein Top erweitert, das im Nacken befestigt wird. Leider haben einige Zeitgenossen offenbar für den Winter vorsorgen wollen und die Mützen entwendet. Auch der gelbe Bikini schmiegt sich jetzt wohl eher an weiche Haut statt an harte Bronze.

Am kommenden Montag nimmt Claudia Kalinowski die Stücke ab und fügt die verwertbaren Teile einer neuerlichen Hilfssendung an das rumänische Tierheim bei (für die Mitarbeiter), für das sie sich seit Jahren engagiert. Als das Monheimer Krankenhaus Anfang August geschlossen wurde, ergriff die Monheimerin, die elf Jahre lang im Förderverein der Klinik mitgewirkt hatte, die Chance, nicht mehr benötigtes Verbandsmaterial, Spritzen und Kochsalzlösung für die dortige Tierklinik loszueisen. Sie selbst wolle bis Weihnachten noch etwa 30 Schals für die Kinder stricken, kündigt sie an.

Die Blicke der Passanten sind mehrheitlich wohlwollend. Gleich mehrfach ist die Figurengruppe Fotomotiv. Zwei "Geocacher" aus Dortmund, Kevin Feller und Lisa Faust, wurden von den Koordinaten auf der Homepage hergeführt: Ihr Foto ist fürs Jagdtagebuch. Die Aktion finden sie gut. Weniger das Abenteuer als Beispiele für Bürger, die ihr "Recht auf Stadtbewegung" wahrnehmen, sucht dagegen Katharina Bengin, die an der Fachhochschule Düsseldorf Sozialarbeit studiert und gerade ihre Bachelorarbeit schreibt. Es geht darin um die Forderung, dass die Bürger ihre Städte nach eigenen Vorstellungen umbauen und Plätze verschönern sollen. Genau darum hat sich Peter Stock an der Strickaktion beteiligt: "Es sollte bunt sein, ein Gag und Anstoß zum Stricken geben."

(RP)