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Langenfeld: Strauss-Mitarbeiter sind schockiert

Langenfeld : Strauss-Mitarbeiter sind schockiert

Betretene Gesichter vor der Strauss-Zentrale an der Raiffeisenstraße. Reden will gestern Mittag kaum jemand der Betroffenen. Wer etwas sagt, möchte namentlich nicht genannt werden. So wie die 59-jährige Mitarbeiterin aus der Konzernverwaltung.

"Das haben wir nicht geahnt. Wir stehen alle unter Schock." Wie schlecht es um das Unternehmen steht, sei niemandem klar gewesen. Ihre Kollegin (49) muss die Hiobsbotschaft "erst mal verdauen". Wann wir unser Januargehalt bekommen, wissen wir nicht." Eine Stunde lang hatte die Geschäftsführung die Mitarbeiter darüber informiert, dass am Düsseldorfer Amtsgericht ein Schutzschirm-Antrag gestellt worden sei. Eine Betriebsratskollegin kommt dazu. Sie sichert zu, gleich für Informationen bereitzustehen. Dann die Kehrtwende: Susanne Greben, Assistentin der Geschäftsführung, fordert die Presse auf, das Gelände zu verlassen.

In der Filiale an der Hauptstraße läuft der Verkauf indessen weiter. Mitarbeiter stehen in einem Grüppchen zusammen. Auch dort darf niemand Auskunft geben. Eine Verkäuferin sagt zu einer Kollegin: "In zwei Monaten ist auch mein Mann ohne Job. Was soll nur werden?"

(pc)