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Stolperfalle Monheim - Lockere Füllung schont Bäume, bleibt aber nicht

Monheim : Stolperfalle: Lockere Füllung schont Bäume, bleibt aber nicht

Die 70-jährige Hannelore Baur ist im November auf dem Rad- und Fußweg der Baumberger Chaussee schwer gestürzt, hat sich verletzt und im Bürgermonitor der Rheinischen Post Stolperfallen beklagt.

(og) Die Stadt sagt, sie komme ihrer Verkehrssicherungspflicht ausreichend nach.

Jetzt schreibt Werner Schmidt, der täglich über die Baumberger Chaussee geht, dass das Problem seit Ausbesserung des Weges besteht. Erste Bilder hat er im Dezember 2019 gemacht. „Einige Stellen wurden mit einem Sandgemisch wie in der Niederstraße aufgefüllt. Das ist sehr sinnvoll, die Wurzeln können sich frei entfalten und die Bäume profitieren“,  sagt er. Der Nachteil sei jedoch, dass das Gemisch zu weich ist für die Stahlborsten der Kehrmaschinen. Sie fegten die Füllung gleich wieder raus. 

 Angeschüttetes Sandgemisch wird von den Kehrmaschinen weggefegt.
Angeschüttetes Sandgemisch wird von den Kehrmaschinen weggefegt. Foto: Werner Schmidt

Die Stellen sind Teil einer lokalen Sanierung des Geh- und Radweges, erläutert Bereichsleiter Andreas Apsel. Baumwurzeln hätten die Asphaltdecke hochgedrückt und dort „echte“ Stolperfallen erzeugt, „die sehr schlecht sichtbar waren“. Da die Stadt die Baumstandorte erhalten wolle,  seien die  welligen Asphaltoberflächen wurzelschonend abgefräst und mit wassergebundener Wegedecke aufgefüllt worden. Die Stellen seien gut sichtbar. „Zudem liegen sie am äußersten Rand des Weges“ und stellten laut Rechtssprechung keine Gefahrenstelle dar.