Langenfeld: Stelen informieren über Stadtgeschichte

Langenfeld : Stelen informieren über Stadtgeschichte

Am "Tag des offenen Denkmals" wurden im Stadtgarten die Stelen zur Geschichte Langenfelds eingeweiht. Ab sofort informieren sie – als historischer Pfad – über bedeutende Gebäude und Ereignisse.

Am "Tag des offenen Denkmals" wurden im Stadtgarten die Stelen zur Geschichte Langenfelds eingeweiht. Ab sofort informieren sie — als historischer Pfad — über bedeutende Gebäude und Ereignisse.

Eine Stele thematisiert den Fund eines genagelten Schädels auf einem Firmengelände an der Kölner Straße. Dieser Mensch muss Ende des 17., Anfang des 18. Jahrhunderts gelebt haben und wurde grausam hingerichtet. Ein anderes Thema widmet sich der mechanischen Weberei Becker und Bernhard, die eine der ersten industriell und mechanisch arbeitenden Webereien in Langenfeld gewesen ist.

Der Text auf der Stele beschreibt auch die außergewöhnlichen sozialen und gesellschaftlichen Leistungen der Firma für ihre Mitarbeiter. Tragisch ist die Geschichte der Villa Berger, erbaut um 1906 vom Architekten Oskar Rosendahl im Auftrag Isaak Bergers. Während der Nazi-Barbarei musste die Familie Berger ihre Villa verkaufen und den Erlös als "Judensteuer" abführen.

Das Besondere an den Tafeln ist, dass die genannten Gebäude und Standorte sich alle in der Nähe des Stadtgartens befinden. So kann der Ort der Geschichte gleich mit besichtigt werden, darunter auch das Haus Wagner, das eng mit der Geschichte der Post verknüpft ist.

(RP)
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