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Langenfeld/Monheim: Standesamt: Mehr Ehen, mehr Kinder

Langenfeld/Monheim : Standesamt: Mehr Ehen, mehr Kinder

Die Zahl der Sterbefälle ist nach der Schließung des Hospitals in Monheim gesunken, in Langenfeld gestiegen.

Heiraten liegt wieder im Trend - zumindest in Langenfeld. Das belegen die Zahlen des Standesamtes. Danach haben sich im Jahr 2014 in der Posthornstadt 256 Paare das "Ja"-Wort gegeben. Das sind 34 mehr als im Jahr davor. Acht Standesbeamte haben in Langenfeld die Zeremonien vollzogen - 185 davon im Rathaus, 30 im Freiherr-vom-Stein-Haus und 41 auf der Wasserburg Haus Graven. Stärkster Hochzeitsmonat ist wie im Vorjahr der Dezember (31), gefolgt von August (29) und Oktober (28). Der Mai hat mit nur 26 Eheschließungen als vielzitierter Wonnemonat offenbar ausgedient. Drei gleichgeschlechtliche Ehen haben die Langenfelder Standesbeamten ebenfalls geschlossen - eine mehr als im Jahr 2013.

Das besondere Ambiente spielt auch in der Stadt Monheim eine immer größere Rolle: Auf dem Piwipper Böötchen, das erstmals im vergangenen Jahr für Eheschließungen auf dem Rhein zur Verfügung stand, haben sich zwei Paare trauen lassen. "Für dieses Jahr haben wir bereits drei Anfragen vorliegen", sagt Heiner Müller-Krumbhaar, der dem Böötchen-Verein vorsitzt. "Bei den Trauungen auf dem Rhein müssen wir allerdings aufpassen, dass wir das Traugebiet des Standesbeamten genau treffen", sagt Müller-Krumbhaar. Ein Neusser Beamter etwa dürfe nicht auf Monheimer Gebiet die Zeremonie vollziehen. Die Koordinaten seien jedoch im GPS-Gerät hinterlegt. "Der Kapitän achtet darauf", sagt der Vereinsvorsitzende.

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Von den knapp 200 Eheschließungen in Monheim haben 119 im Rathaus, 53 auf der Marienburg, zwei auf dem Monberg und 24 im Schelmenturm stattgefunden. Zehn hat Bürgermeister Daniel Zimmermann als Standesbeamter selbst vorgenommen. Insgesamt sei die Zahl der Eheschließungen in Monheim jedoch leicht gesunken, sagt Standesbeamtin Nadine Schumann.

Bei den Geburten verzeichnet das Standesamt Langenfeld ein klares Plus. 481 Kinder wurden 2014 dort geboren, 20 mehr als im Vorjahr. "Das sind gute Nachrichten für unsere Stadt", freut sich der Chef des Standesamtes Jochen Buff.

Das Verhältnis zwischen Mädchen und Jungen ist dabei ausgewogen - 50:50. Bei den Namen bleibt "Sophie" wie im vergangenen Jahr unangefochten der Renner, gefolgt von Marie und Lena oder Mia, während "Alexander" im vergangenen Jahr von "Noah" verdrängt wurde. "Alexander" teilt sich Platz zwei mit Jakob, Lukas, Philipp und Timo. Erstmals hat Buff für das vergangene registriert, dass es drei Kinder gibt, die mehr als drei Vornamen haben. 293 Kinder haben nur einen Namen.

"Exotischen Namen waren 2014 nicht dabei", bilanziert Buff. Der Trend gehe eindeutig zu klassischen, biblischen Namen.

Die Sterberate in Langenfeld ist ebenfalls gestiegen - von 467 auf 482. "Das liegt unter anderem an der Schließung des Monheimer Krankenhauses im vergangenen Jahr", erläutert Buff.

Das kann auch Standesbeamtin Schumann aus ihrer Statistik herauslesen. "In Monheim gab es 194 Sterbefälle. Die Beurkundungen der Sterbefälle waren im Gegensatz zum Jahr 2013 durch die Krankenhausschließung leicht rückläufig."

(RP)