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Städtische Betriebshöfe Langenfeld/Monheim: Winterdienst ist bereit

Langenfeld/Monheim : Winterdienst ist in beiden Städten bereit

Beim Monheimer Betriebshof ist am Freitag die erste Bereitschaftsschicht, in Langenfeld am 1. November. Es lagern Hunderte Tonnen Salz.

Der XXL-Sommer ist immer noch nicht ganz abgeflaut. Da fällt es schwer, an Schneefall und eisglatte Straßen zu denken. Der Langenfelder Bastian Steinbacher und der Monheimer Oliver Pelke müssen das aber von Amts wegen. Als Leiter der städtischen Betriebshöfe haben sie den Winterdienst vorbereitet, Bereitschaftspläne geschrieben und die Salzvorräte überprüft. „Am Freitag geht bei uns in Monheim der Winterdienst offiziell los“, sagt Pelke, „wie immer am letzten Oktoberwochenende.“ In Langenfeld läuft der Winterdienst laut Steinbacher vom 1. November bis zum 31. März. „Wenn es davor oder danach schneien sollte, sind wir natürlich nicht untätig...“

Trotz der am Sonntag anstehenden Umstellung der Uhren von der Sommer- auf die Winterzeit ist mit einem vorgezogenen Kälteeinbruch indes nicht zu rechnen. Und falls doch, dann macht es keine Probleme, mal eben etwas Salz zu reichen. Nach Steinbachers Angaben liegen für seine Leute etwa 600 Tonnen des weißen Streuguts in einer angemieteten Halle bereit. „Nach den zuletzt milden Wintern sind das noch Restbestände aus den Vorjahren.“ Indes werde der Langenfelder Betriebshof noch weitere Mengen nachbestellen. Allein schon, um die ans Salzsilo angeschlossene Soleanlage direkt mit einer neuen Ladung vom Transportlaster zu befüllen. „Im nächsten Jahr wollen wir rechtzeitig vor Beginn des Winterdiensts 2019/20 den Salzvorrat auf unserem eigenen Gelände lagern.“ Entsprechende Umbaupläne seien beschlossen.

In Monheim haben sich seit dem Umzug des Betriebshofs von der Siemens- an die Robert-Bosch-Straße die Arbeitsbedingungen deutlich verbessert. Das gelte auch für den Winterdienst, betont Pelke. Die neue Sole-Mischanlage mit den beiden hohen Salzsilos sei wesentlich einfacher zu bedienen, die Automatisierung optimiere die Abläufe. Die zusammen 400 Tonnen Salz fassenden Silos seien zu zwei Dritteln gefüllt, zudem lagerten weitere 200 Tonnen Restbestände aus dem Vorjahr bei einer Spedition.

Indes seien schneebedeckte Straßen in Monheim eine Seltenheit, betont Pelke. Durch die Lage am Rhein mit Dunst und Nebel in der Auenlandschaft habe der Winterdienst eher auf Raureif ein Auge – und der könne von heute auf morgen da sein. „Da können die Straßen sehr glatt sein, selbst wenn sie frostfrei sind.“ Seine Leute bringen dann Feuchtsalz auf, damit Autofahrer nicht ins Schlingern geraten. Die Mischung von Streusalz und Sole wirke sofort.

Auch die im Vergleich zum letztjährigen Winterdienst unveränderten Fuhrparks sind oder werden jetzt gewappnet. In Monheim stehen nach Pelkes Angaben zwei große Unimogs und drei kleinere Multicars bereit. In Langenfeld stehen laut Steinbacher zwei große und vier mittelgroße Lastwagen bereit, die im Einsatz mit Räumschild bestückt sind. Zudem hätten drei Kleinlaster einen Streuaufsatz. Für einen heftigen Wintereinbruch sei obendrein ein Reservefahrzeug verfügbar.

In beiden Städten werden im Winterdienst jeweils etwa 14 Leute in Bereitschaft sein. Bei Bedarf werde das Team durch Mitarbeiter der Betriebshöfe aufgestockt; wie etwa Gärtner oder Straßenwärter, die bei Schneefall ihren sonstigen Tätigkeiten nicht nachgehen können.

In der Regel fährt laut Steinbacher in Langenfeld ab 3 Uhr und ab 19 Uhr ein Mitarbeiter die für Glätte besonders anfälligen Straßen ab. Sieht dieser Beobachter auf seiner Kontrollfahrt Handlungsbedarf, informiert er den Einsatzleiter und die Kollegen der Rufbereitschaft. „Vorrang haben überall verkehrswichtige Strecken, die von Linienbussen genutzt und nach exakt festgeschriebener Route abgefahren werden.“

Fallweise müssten seine Mitarbeiter nach Schneefall in Langenfeld täglich rund 150 Kilometer Straße räumen, sagt Steinbacher. Zusätzlich seien sie zuständig für Geh- und Verbindungswege entlang städtischer Grundstücke wie Schulen, Kindergärten, Spielplätze, Turnhallen oder Sportplätze. Über ein GPS-Aufzeichnungssystem werde jeder Räum- und Streutag penibel dokumentiert.