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Langenfeld/Monheim: Städte zahlen geringere Umlage

Langenfeld/Monheim : Städte zahlen geringere Umlage

Landrat und Kreiskämmerer haben den Etatentwurf für 2014 eingebracht.

Zum vierten Mal in Folge hat die Kreisverwaltung einen unausgeglichenen Haushalt eingebracht. "Dies dient einzig und allein der Senkung der Kreisumlage", sagte gestern Landrat Thomas Hendele. Um den Haushalt auszugleichen, wäre in 2014 eine Kreisumlage von 323 Millionen Euro erforderlich gewesen. "Tatsächlich schlagen wir eine Kreisumlage von 315 Millionen Euro vor." Den Differenzbetrag von 8,6 Millionen Euro nimmt der Kreis aus seiner Rücklage und entlastet so die Städte.

Langenfeld zahlt 33,5 Millionen, Mettmann 15,5, Erkrath 20,8, Wülfrath 8,1 Millionen Euro, Haan 16,4, Hilden 29,9, Ratingen 53,4 Millionen Euro. Monheim indes hatte in 2012 bereits 41,6 gezahlt und muss nun 89,2 Millionen Euro berappen. Die Schuldenfreiheit sei auch im 7. Jahr gesichert, betonte Hendele. Das bedeutet: Auch im Haushalt 2014 sind keine Kredite vorgesehen. Mit dem Einsatz seines Vermögens, speziell durch den Verkauf der RWE-Aktien, hat der Kreis von 2008 bis 2014 die Städte um insgesamt 28,7 Millionen Euro an ersparten Zinszahlungen entlastet.

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Der Kreis Mettmann will auch im nächsten Haushaltsjahr investieren: Nachdem die Mensa am Mettmanner Berufskolleg in Betrieb gegangen ist, kommt jetzt die Mensa am Berufskolleg in Velbert an die Reihe. Froh ist Hendele, dass die Paul-Maar-Förderschule geeignete Räume erhält und von Hilden nach Monheim umziehen kann. Der Kreis bezuschusst ferner den Bau der Osttangente in Mettmann, den Kreisverkehr für die K 16 in Haan und die Umsetzung des Masterplans Neandertal.

Was Hendele schmerzt, sind die hohen Abgaben an den Landschaftsverband. 148,3 Millionen Euro müssen vom Kreis nach Köln überwiesen werden. "Damit gehen mehr als 30 Prozent unserer ordentlichen Aufwendungen an den Landschaftsverband."

(cz)