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Langenfeld/Monheim: Städte werben um qualifiziertes Personal 

Langenfeld/Monheim : Städte werben um qualifiziertes Personal 

Familienfreundliche Rahmenbedingungen und spannende Projekte sollen Ingenieure, Architekten und auch Kindergärtner locken.

Gesucht werden: ein Abteilungsleiter „Neubaumaßnahmen“ (Architekt oder Bauingenieur), mehrere Projektleiter für Hochbaumaßnahmen (Architekten oder Bauingenieure) und noch ein Diplom-Ingenieur mit Schwerpunkt Siedlungswirtschaft. Diese Stellenausschreibungen stehen auf der Homepage der Stadt Monheim und sind ein deutliches Zeichen dafür, dass in Monheim viel gebaut wird und auch dafür, dass Fachkräfte händeringend gesucht werden.

„Die ein oder andere Stelle haben wir auch schon mehrfach ausschreiben müssen“, sagt Martin Frömmer, Chef des Bereichs Personal in der Monheimer Verwaltung. Er weiß, wie schwierig es ist, gute Leute zu finden. „Je höher die Qualifikation“, so Frömmer, „desto schwieriger wird es, Personal zu finden.“ Denn die Stadt ist an den kommunalen Tarifvertrag gebunden. Und erfahrene, gut qualifizierte Kräfte aus dem technischen Bereich arbeiten meist in der freien Wirtschaft. Da könne die Stadt nur mit guten Rahmenbedingungen punkten. „Wir bieten Uni-Absolventen zusätzliche Qualifizierung an, ermöglichen flexible Arbeitszeiten, Telearbeit, haben ein Gesundheitsmanagement und können leistungsorientiert immerhin mit zwei Prozent zusätzlicher Vergütung locken. Diesen Spielraum lässt der Tarifvertrag.“ Auch über eine Ausweitung der Betreuungszeiten in den Kitas werde in Monheim nachgedacht, sagt Frömmer.

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Ein ganz wichtiger Punkt für den Monheimer Personal-Chef ist die Attraktivität der Projekte, die in der Stadt entstehen. Das sei spannend und „sinnstiftend. Vor allem, wenn Kollegen den Fortgang vor Ort begleiten“, so Frömmer, der auf gute Bewerbungen hofft. Denn ohne zusätzliches Personal werde es nicht gehen, Projekte wie den Umbau der alten Fassabfüllhalle zum Veranstaltungsgebäude oder den Neubau von zehn Kitas sowie die Erweiterung von Schulbauten zu stemmen. „Auch wenn die politischen Beschlüsse da sind: Alles kann man nicht an andere Firmen vergeben“, sagt Frömmer. Deshalb wartet er auch gern schon einmal fünf bis sechs Monate, bis der richtige Bewerber dabei ist.

In Langenfeld ist gerade die Bewerbungsfrist für eine Architekten-Stelle abgelaufen. Die Resonanz sei nicht riesig gewesen, heißt bei der Stadt. „Wir haben in den vergangenen zwei bis drei Jahren häufiger Ingenieure gesucht“, sagt Langenfelds Chefplaner Ulrich Beul. „Für Tiefbau und Bauaufsicht.“ Aber das sei nicht so einfach gewesen. Es dauere lange, erfahrene Ingenieure zu finden. „Denn die haben meist einen Job“, so Beul. Auch Bürgermeister Frank Schneider weiß um den Fachkräftemangel. Langenfeld suche vor allem EDV-Spezialisten, Architekten und Ingenieure. Um die Stellen auch für Bewerber aus der Wirtschaft interessanter zu machen, wirbt die Stadt ebenfalls mit angenehmen Rahmenbedingungen wie flexiblen Arbeitszeiten, Vertrauensarbeitszeit und Telearbeit – familienfreundliche Angebote, die große Wirtschaftsunternehmen allerdings auch machen. Das Gesundheitsmanagement soll im Rahmen eines Personalentwicklungskonzeptes eingeführt werden. „Das ist in Arbeit“, so Schneider.

Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung gibt es im Übrigen nicht nur im technischen Bereich. Auch für Kitas und die Feuerwehr in Langenfeld wird weiter Personal gesucht. Auch dort ist der Markt wie leergefegt.