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Städte Langenfeld und Monheim informieren Flüchtlinge über Corona

Corona : Notwohnungen für Asylbewerber sind vorbereitet

Langenfeld und Monheim stellen sich auf mögliche Quarantänemaßnahmen für Flüchtlinge in den Unterkünften ein.

Die Stadtverwaltungen in Langenfeld und Monheim haben sich darauf vorbereitet, wie sie verfahren, sollte eine der städtischen Flüchtlingsunterkünfte wegen Corona isoliert werden müssen. Das ist aber bisher noch nicht der Fall, berichten sowohl die Langenfelder Beigeordnete Marion Prell als auch Dietmar Marx (Abteilungsleiter Soziales in Monheim). In Mettmann ist am Mittwoch in einer Flüchtlingsunterkunft Corona-Quarantäne angeordnet worden.

Zwar gebe es aktuell in Langenfeld einen alleinstehenden Flüchtling, der Krankheitssymptome zeige. Deshalb sei er jetzt auf den Erreger getestet worden. „Das Ergebnis liegt uns aber noch nicht vor“, berichtet Marion Prell. In einem zweiten Fall sei ein Mann erkrankt, der mit seinem Vater zusammen lebe. Der Flüchtling befinde sich aktuell im Krankenhaus, es gehe ihm aber gut, er zeige keine schwerwiegenden Symptome. Der Vater befinde sich nun in Quarantäne.

Gebe es Corona-Verdachtsfälle in einer Langenfelder Unterkunft, sondere man die Menschen und Familien sofort aus und bringe sie an anderen Stellen in der Stadt unter. Darüber, wo das sein könne, gab die Beigeordnete keine Auskunft. Müsste eine Unterkunft, wie beispielsweise an der Theodor-Heuss-Straße, komplett wegen Corona isoliert werden, „wird sie abgesperrt“, sagt Prell. Die Verwaltungsspitze sei mit den Sicherheitsdiensten im Gespräch, wie in einem solchen Fall zu verfahren sei. „Dann darf niemand das Gelände verlassen.“

Sicherheitshalber habe man schon Einkaufslisten für diesen Ernstfall erstellt. „Wir sind gut vorbereitet“, berichtet die Beigeordnete. Außerdem seien bereits in den vergangenen Wochen und Tagen viele Handzettel mit Informationen und Verhaltensregeln in den Unterkünften verteilt worden. Und die „Kümmerer“ hätten die Menschen in den Unterkünften persönlich informiert. Zwei Männer und eine Frau sind in den Unterkünften  stationiert.

Für Monheim gibt Dietmar Marx Entwarnung: „Wir haben bei den Flüchtlingen keinen einzigen Fall, auch keinen Verdachtsfall.“ Vorsorglich hätten die Teams des Sozialdienstes SKFM und des Beratungscentrums Flyer in allen Sprachen verteilt und – wie in Langenfeld – die Menschen persönlich angesprochen. „Sie sind am vergangenen Freitag von Wohnung zu Wohnung gegangen.“ Sollte zukünftig jemand in einer Flüchtlingsunterkunft erkranken, habe die Stadt vier Wohnungen im Berliner Viertel und an der Bregenzer Straße vorbereitet. In Monheim lebten in den Unterkünften jedoch nur noch wenige Flüchtlinge, 17, die geduldet seien an der Niederstraße und 65 in den Häusern an der Bregenzer Straße. Der überwiegende Teil sei in Wohnungen untergebracht, so der Abteilungsleiter.

„Die Menschen sind alle sehr geschockt“, sagt Dietmar Marx. „Sie beobachteten sehr genau und mit Anspannung die Situation in ihren Heimatländern, sorgten sich um Angehörige dort.