Monheim : Monheim sucht Nachwuchsjongleure

Bei der Stadtwette am 16. Juni sollen 400 Bürger Tücher durch die Luft wirbeln.

Michael Adloff kann’s. Geschickt wirbelt er drei bunte Tücher durch die Luft. Keines fällt auf den Boden. „Ich habe zehn Jahre lang Jugendfreizeiten betreut. Da habe ich Jonglieren gelernt“, sagt Adloff, der Mitglied der Geschäftsführung der Monheimer Firma TMG (Theissen Medien Gruppe) ist. Die tritt beim Stadtfest gegen Bürgemeister Daniel Zimmermann an. Das Fest steht unter dem Motto „Zwischen Rhein und Regenbogen“ und dauert vom 14. bis 16. Juni. Die Stadtwette wird am Sonntag ab 13 Uhr eingelöst. Die Wette gilt. Daniel Zimmermann verspricht zu üben, damit der Sieg tatsächlich auf die Seite der Stadt geht. Der Wahlmonheimer Michael Adloff setzt auf fallende Tücher.

Peter Rischard von der evangelischen Kirchengemeinde Monheim hofft, dass die geforderten 400 Teilnehmer zusammenkommen und mit Geschick die federleichten Tücher in der Luft halten. Den Wetteinsatz von 3000 Euro kann die Gemeinde gut gebrauchen. „Damit wollen wir unsere Freizeit- und Jugendangebote unterstützen“, erläutert Rischard. Zum einen will er damit die Jugendferienfahrt nach Ungarn (Balaton) für die Teilnehmer günstiger machen und vor allem den Preis für Geschwisterkinder senken. Auch sei dann noch ein Ausflug nach Budapest drin. Darüber hinaus werden die Stadtlanderholung der Gemeinde und das Café „gut  Drauf“ finanziell unterstützt. 30 junge Mensch mit und ohne Behinderung können bei der Gemeinde an den Balaton fahren, 30 Plätze gibt es auch für die Stadtlanderholung. Drei Plätze sind für beide Aktionen noch frei.

1300 Tücher hat die Stadt schon bestellt, berichtet Laura Heffinger vom Citymanagement Monheim. „Die werden als Päckchen an die Teilnehmer verteilt“, sagt sie. Kinder dürften auch mit zwei Tüchern jonglieren. Alle Teilnehmer können die bunten Tücher dann mit nach Hause nehmen.

Das hat Bürgermeister Daniel Zimmermann schon gestern bei der Pressekonferenz getan. „Ich werde üben“, sagt er. „Jeden Tag ein bisschen.“ Das habe er im vergangenen Jahr auch mit dem Hula Hoop-Reifen gemacht – und die Wette gewonnen.

Michael Adloff erklärt noch einmal, wie es geht: „In eine Hand nimmt man zwei Tücher. Die wirft man schräg nach oben und kurz bevor man eins fängt, muss auch das dritte in der Luft sein.“

Bis zum 14. Juni bleibt Zeit genug, die Tuchjonglage einzuüben. Am Wett-Tag selber leistet dann noch ein professioneller Comedy-Jongleur Hilfe: Tobias Kirstgen vom StandArtTheater zeigt seine Tricks.

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