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Stadtrat Monheim: Umbau der ehemaligen Fassabfüllhalle in die Kulturraffinerie K714 steht fest

Monheim : Umbau der Fassabfüllhalle steht fest

Die Peto hat mit ihrer Mehrheit im Monheimer Stadtrat den Bau der Kulturraffinerie K714 beschlossen.

Wie bereits im Haupt- und Finanzausschuss haben die Mitglieder des Stadtrates am Donnerstag den Umbau der ehemaligen Shell-Abfüllhalle zur Kulturraffinerie K 714 mehrheitlich (Peto-Stimmen) befürwortet. Die Kulturwerke werden damit beauftragt, das Projekt umzusetzen.

Einig sind sich die Politiker aller Parteien darüber, dass es sich um ein tolles Projekt handelt. Aber „die Katze im Sack“ will Alexander Schumacher (SPD) nicht kaufen. „Uns fehlen Angaben zu den Betriebs- und Folgekosten. Wir möchten wissen, worauf wir uns einlassen“, sagt er. Markus Gronauer (CDU)  geht ebenfalls davon aus, dass die Kulturraffinerie eine gute Adresse wird. „Aber wir sind nicht Berlin und auch nicht Düsseldorf“, bleibt er bei seiner Kritik. „Wir sind Monheim. Und für Monheim ist das Projekt eine Nummer zu groß.“

Er geht außerdem davon aus, dass sich die mit 74 Millionen Euro veranschlagten Kosten vervielfachen werden – nicht nur um den „einkalkulierten Risiko-Korridor“ von 14 Millionen Euro, wie Bürgermeister Daniel Zimmermann auflistet. Auch die Summe, die für notwendige Infrastruktur aufgewendet werden müsse, sei enorm hoch, so Gronauer.

Manfred Poell (Grüne) regte an, die Energiefrage noch ein mal auf den Prüfstand zu stellen. Aus seiner Sicht ist das geplante Blockheizkraftwerk  nicht die Alternative, die am wenigsten CO2 ausstößt. Michael Lobe, Chef des Hochbauamtes, versprach, die Möglichkeiten noch einmal zu prüfen. Bei einer Bauzeit von rund vier Jahren könne man dann auf die am wenigsten CO2-intensive Energieform umplanen. Das sicherte auch Bürgermeister Daniel Zimmermann zu.