Kunstwettbewerb: Ein Goldfisch für das künftige Hotel im Rheinpark

Kunstwettbewerb : Ein Goldfisch für das künftige Hotel im Rheinpark

Die Schwimmerin im gelben Bikini schaut prüfend und fast ein wenig herablassend auf ihren Fang: Sie hält einen mit Wasser gefüllten Plastikbeutel in der Linken; der Goldfisch darin scheint sie ebenfalls zu mustern. Das Gemälde des Kölner Künstlers Torsten Wolber mit dem Titel "Rheingoldfisch" hat den ersten Platz beim europaweiten Kunstwettbewerb des Hotelbetreibers Palace Value, der Firma BFP Hotelbau (München) und der Stadt Monheim erreicht. Dafür erhält Wolber 2000 Euro Preisgeld. Auf Platz zwei und drei folgen Ute Bivona aus München (1500 Euro) mit "Rheingold" und Philipp Keidler aus Halle (1000 Euro) mit "Les Innocents".

Die Schwimmerin im gelben Bikini schaut prüfend und fast ein wenig herablassend auf ihren Fang: Sie hält einen mit Wasser gefüllten Plastikbeutel in der Linken; der Goldfisch darin scheint sie ebenfalls zu mustern. Das Gemälde des Kölner Künstlers Torsten Wolber mit dem Titel "Rheingoldfisch" hat den ersten Platz beim europaweiten Kunstwettbewerb des Hotelbetreibers Palace Value, der Firma BFP Hotelbau (München) und der Stadt Monheim erreicht. Dafür erhält Wolber 2000 Euro Preisgeld. Auf Platz zwei und drei folgen Ute Bivona aus München (1500 Euro) mit "Rheingold" und Philipp Keidler aus Halle (1000 Euro) mit "Les Innocents".

Wenn das neue Comfort Hotel am Rheinpark im kommenden Frühjahr eröffnet, erwartet die Gäste nicht nur ein modernes Drei-Sterne-Haus mit 178 Zimmern, Frühstücksrestaurant und zwei Konferenzräumen, sondern auch viel Kunst und Design. Für den Ideengeber des Wettbewerbs und Place-Value-Geschäftsführer Martin Kemmer sei es wichtig, in dem neuen Hotel zu zeigen, dass "Kunst richtig Spaß machen kann", sagte Pressesprecher Bernhard Krebs.

Für den mit insgesamt 17.500 Euro dotierten Wettbewerb reichten Künstler und Kunststudenten 98 Arbeiten ein. Die Jury mit Architekt Klaus Sporer, Hubertus Engler (Aufsichtsrat DIVAG), Sebastian Fissenewert (Manager Comfort Hotel Monheim) und Bürgermeister Daniel Zimmermann sichtete und bewerte die Arbeiten, bis schließlich 55 Werke feststanden und man sich über die drei Erstplatzierten einigte. "Wir haben uns über die enorme Resonanz gefreut", sagt Krebs. Auch Annina Sawatzki (BFP), die für das Projekt verantwortlich ist, zeigt sich begeistert von der Vielfalt und Qualität, besonders was die Techniken angeht. So kreierten die Teilnehmer Gemälde, Plastiken und Collagen. "Beeindruckt hat mich der persönliche Kontakt zu den Künstlern und die Tatsache, dass der Wettbewerb so viele unterschiedliche Persönlichkeiten dazu angeregt hat mitzumachen", sagt sie.

Auch die Interpretationen des Wettbewerbstitels hätten überrascht. "Sie reichten von Nibelungen-Mythologie und Wagner-Musik über politische Fragestellungen bis hin zu wirtschaftlichen Blickwinkeln", berichtet Bernhard Krebs.

52 Werke bekommen demnächst als großformatige Fotografien ihren dauerhaften Platz im Hotel und in einem eigenen Kunstkatalog, der zur Eröffnung des Hotels im April und mit Unterstützung der Stadt erscheint. Jeder Künstler, dessen Werk ausgewählt und im Hotel platziert wird, erhält eine 250 Euro Aufwandsentschädigung.

"Die Kunst soll sich wie ein roter Faden durch das ganze Hotel ziehen", sagt Annina Sawatzki. "Die Gäste haben die Möglichkeit, ,ihr' Kunstwerk im ganzen Haus wiederzuentdecken." Schon in der Eingangshalle würden die Werke im kleinen Format in einer Kassettenwand gezeigt. Neben den Türen gebe es Infos zu den Künstlern. Und in den Hotelzimmern wirkten sie als 2,50 mal 2,50 Meter große Drucke an der Zimmerdecke. "Die Gäste werden jede Menge zu schauen und zu staunen haben", ist sich Geschäftsführer Martin Kemmer sicher.

Petra Czyperek

(RP)
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