Hilfe Aus Langenfeld: Baby-Hospital Bethlehem betreut die ganze Familie

Hilfe Aus Langenfeld : Baby-Hospital Bethlehem betreut die ganze Familie

"Ostern 2017 fliege ich wieder mit einer Gruppe nach Israel", kündigt der Pfarrer im Ruhestand Werner Köhl an. Bereits seit den 80er Jahren führte Köhl Gruppen durch das Heilige Land. Er will ihnen Land und Leute, aber auch biblische Stätten näher bringen. Seit Anfang der 70er Jahre hatte er das Land mehrmals privat bereist und 1986 den ersten Kontakt nach Tirat Carmel, der Partnerstadt Monheims, geknüpft. "Mit Freunden aus dem Kibbuz bin ich durch die Judäische Wüste und den Negev gewandert", erinnert sich Köhl. Bethlehem gehörte auch immer zu seinem Besuchsprogramm, die Geburtskirche ebenso wie das Caritas Baby Hospital. Seine Reisegruppen und seine Reusrather Gemeinde unterstützten das Baby Hospital finanziell, mit Stricksachen und Babykosmetik. Mit den Mitarbeitern des Baby Hospitals und der Chefärztin Dr. Hiyam Marzouqa ergaben sich immer gute und informative Gespräche. "Das Programm dieser Reise sieht neben den Tagen am Toten Meer, dem See Genezareth und Jerusalem auch einen Besuch in Bethlehem vor", so der Pfarrer im Ruhestand.

"Ostern 2017 fliege ich wieder mit einer Gruppe nach Israel", kündigt der Pfarrer im Ruhestand Werner Köhl an. Bereits seit den 80er Jahren führte Köhl Gruppen durch das Heilige Land. Er will ihnen Land und Leute, aber auch biblische Stätten näher bringen. Seit Anfang der 70er Jahre hatte er das Land mehrmals privat bereist und 1986 den ersten Kontakt nach Tirat Carmel, der Partnerstadt Monheims, geknüpft. "Mit Freunden aus dem Kibbuz bin ich durch die Judäische Wüste und den Negev gewandert", erinnert sich Köhl. Bethlehem gehörte auch immer zu seinem Besuchsprogramm, die Geburtskirche ebenso wie das Caritas Baby Hospital. Seine Reisegruppen und seine Reusrather Gemeinde unterstützten das Baby Hospital finanziell, mit Stricksachen und Babykosmetik. Mit den Mitarbeitern des Baby Hospitals und der Chefärztin Dr. Hiyam Marzouqa ergaben sich immer gute und informative Gespräche. "Das Programm dieser Reise sieht neben den Tagen am Toten Meer, dem See Genezareth und Jerusalem auch einen Besuch in Bethlehem vor", so der Pfarrer im Ruhestand.

Von Carmen Sibbing (Kinderhilfe Bethlehem) wurde wie so oft ein weiterer Bericht über das Babyhospital übermittelt, der hier in Auszügen wiedergegeben wird.

Drei Generationen, ein Krankenhaus - Weihnachten in Bethlehem.

Eine Familiengeschichte aus Bethlehem beschreibt, wie schon die dritte Generation auf die Hilfe des Caritas Baby Hospitals rechnen konnte. Bereits in der Schwangerschaft erfährt Suhair, dass ihr Sohn mit einem angeborenen Nierenleiden auf die Welt kommen wird. Sie entscheidet sich frühzeitig für die rasche und professionelle medizinische Hilfe im Baby Hospital, um Spätschäden zu verhindern. Denn sie kennt das Krankenhaus aus ihrer eigenen Kindheit sehr gut. Sie blieb damals oft auch bei ihrem kleinen Bruder Ala, ein Junge mit Down-Syndrom, wenn sich die Mutter um die anderen Geschwister kümmern musste.

15 Jahre später hat sich Vieles verändert. Suhair hat geheiratet und ihren Sohn Matthew bekommen. Als sie mit ihrem zweiten Sohn schwanger war, erfuhr sie vom Frauenarzt, dass etwas mit der Niere des Kindes nicht stimme. Er riet zu einer genauen Untersuchung. "Ich war erschrocken und verunsichert, doch dann kam mir das Caritas Baby Hospital in den Sinn, und das gab mir Ruhe." Voll Sorge, aber auch voll Vertrauen hat sie ihren kleinen Andrew regelmäßig untersuchen und auch stationär behandeln lassen.

Suhair und ihre Mutter haben bis heute ein sehr enges, inniges Verhältnis. Ihr Vater schnitzt Krippenfiguren. "Doch davon eine Großfamilie zu ernähren, bedeutet Verzicht und Entbehrungen", erzählt Suhairs Mutter Nadia.

Als drei Generationen - Großmutter Nadia, Mutter Suhair und ihr Kind - im Wartezimmer der ambulanten Sprechstunde sitzen, kommt Chefärztin Dr. Hiyam Marzouqa in den Raum und begrüßt die Familie herzlich. "Damals war sie noch eine ganz junge Ärztin, sie hat sich aber noch genau an meine Mutter erinnert", sagt Suhair.

Die Kinderhilfe in Bethlehem hat im Jahr 2015 ambulant und stationär rund 40.000 Patienten behandelt. Die Kosten pro Jahr (inklusive Projekt- und Katastrophenhilfe) gibt Sibbing mit 11.770.000 Euro an. Davon kommen 9.750.000 Euro aus Spenden. Die Kinderklinik verfügt über Aufnahmekapazitäten für bis zu 50.000 Patienten jährlich. Sie hat 82 stationäre Betten und sieben Intensivbetten.

Sozialarbeit geben Hilfe und kümmern sich um die Nachsorge für Familien.

(RP)
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