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Monheim: Stadt will Radfahren attraktiver machen

Monheim : Stadt will Radfahren attraktiver machen

Die ersten Ideen zum geplanten Radverkehrskonzept werden am Donnerstag, 5. Juni, im Ratssaal öffentlich präsentiert. Dabei wollen die Planer auch Anregungen interessierter Bürger aufnehmen.

Radfahrer sollen in Monheim besser in Tritt kommen. Dazu tüfteln die vor vier Monaten als städtische Fahrradbeauftragte eingestellte Stephanie Augustyniok und das Planungsbüro VIA an einem Handlungskonzept. Erste Ideen sollen am Donnerstag, 5. Juni, im Ratssaal interessierten Bürgern vorgestellt und mit ihnen gemeinsam diskutiert werden. "Mit kompakten räumlichen Strukturen und viel Natur" bietet Monheim nach Augustynioks Worten nahezu ideale Voraussetzungen für die Nutzung des Fahrrads insbesondere als innerstädtisches Verkehrsmittel. "Momentan befindet sich der Radverkehrsanteil bei uns jedoch noch weit unter seinen eigentlichen Möglichkeiten."

Um dies zu ändern, arbeitet die Stadtverwaltung nach Angaben von Rathaussprecher Thomas Spekowius mit dem Planungsbüro VIA an dem Handlungskonzept. Anregungen, Vorschläge, Ideen und Kritik seien über den so genannten Mängelmelder auf der städtischen Internet-Seite (www.monheim.de/maengelmelder) möglich und sehr willkommen.

Wie ein aktueller Blick auf diesen Mängelmelder zeigt, haben schon etliche Monheimer Pedaltreter diese Gelegenheit genutzt: "Auf dem westlichen und dem östlichen Radweg der Baumberger Chaussee gibt es extreme Verwerfungen durch Wurzeln", klagt jemand. Ein weiterer Hinweis betrifft die Fahrradständer am Mona Mare, von denen es zu wenige gebe und an denen man den Rahmen nicht anschließen könne ("Vor kurzem ist uns dort ein Rad gestohlen worden"). Auch Beschwerden über den Radweg an der Rheinuferstraße sind auf der Internet-Seite zu lesen, weil beim Überqueren der Fahrbahn Bordsteine nicht abgesenkt sind. "In der unübersichtlichen Kurve ist die Querung sowieso sehr gefährlich", meint der Mängelmelder, der sich "Lineal" nennt, und bittet darum, "eine bessere Querung an übersichtlicherer Stelle zu schaffen".

Augustyniok liest diese und andere Hinweise mit Interesse. Gemeinsam mit Bürgermeister Daniel Zimmermann und dem VIA-Gutachter wird sie am Donnerstagabend erste Ideen zu dem neuen Handlungskonzept vorstellen. "Uns ist es wichtig, eine fahrradfreundliche Infrastruktur und ein fahrradfreundliches Klima zu schaffen. Dies soll jedoch nicht zu Lasten der Fußgänger gehen", beschreibt Augustyniok den bereits grob abgesteckten Rahmen. Ein Geflecht aus Service, Kommunikation und Infrastruktur solle die günstigen Voraussetzungen künftig deutlich mehr zum Tragen bringen.

Im Dialog zwischen Bürgern, Politik und Verwaltung soll Spekowius zufolge der erste Entwurf diskutiert und weiterentwickelt werden. "Eine weitere Bürgerbeteiligung wird voraussichtlich im Herbst folgen."

(RP)