Langenfeld: Stadt stellt Grundstück für Feuerwehr

Langenfeld: Stadt stellt Grundstück für Feuerwehr

Löschgruppe Richrath benötigt dringend neues Gerätehaus. Mit Neubau bahnt sich Zusammenlegung mit Wiescheid an.

Drei Jahre ist es her, dass die Langenfelder Feuerwehr in eigener Sache Alarm geschlagen hatte: Die in Richrath ansässige Löschgruppe 3 der Freiwilligen Feuerwehr benötige dringend ein neues Gerätehaus, hieß es im 2015 vorgelegten Brandschutzbedarfsplan. Umgehend beschlossen die Stadtpolitiker seinerzeit die Suche eines geeigneten Grundstücks für einen Neubau. Doch erst jetzt scheint die Verwaltung fündig geworden zu sein: Laut Beigeordneter Marion Prell soll auf dem Eckgrundstück Schneider-/Haus Gravener Straße gebaut werden - auch für die Wiescheider Löschgruppe 4. Beide Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr sollen zusammengelegt werden.

Die Notwendigkeit für einen Ersatz des heute Im Hausfeld gelegenen Richrather Gerätehauses hatte Gutachter Holger Müller (Luelf & Rinke Sicherheitsberatung) festgeschrieben; in dem 2015 erstmals nach zwölf Jahren für Langenfeld wieder vorgelegten Brandschutzbedarfsplan. Danach seien die derzeitigen Bedingungen für die Löschgruppe Richrath der Freiwilligen Feuerwehr unzureichend: Es gibt in dem Gebäude weder eine Abgasanlage, noch Duschen oder Umkleidemöglichkeiten für Frauen. "Tatsächlich brauchen wir für die Richrather dringend ein neues Gebäude. Die Spinde sind heute direkt vor dem Auspuff", sagte Prell jetzt im Ausschuss für Soziales und Ordnung, wo sie die Stadtpolitiker über den neuesten Stand informierte. Für einen größeren Neubau hatte Gutachter Müller ein Grundstück jenseits der Bahngleise empfohlen, zwischen diesen und dem Heinenbusch-See. Das abgebildete Eckgrundstück an der Haus Gravener Straße 155 ist laut Prell gut geeignet und gehört der Stadt. Das zuletzt von der Werbeagentur Xpertise genutzte Firmengebäude steht leer und werde zurzeit nur als städtisches Möbellager genutzt. Die Flüchtlinge aus der ebenfalls auf dem Grundstück stehenden Leichtbauhalle könnten in eine andere Gemeinschaftsunterkunft umziehen.

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Wegen Personalproblemen in Wiescheid biete sich die Zusammenlegung mit den Richrathern an, sagte Prell in der Sitzung. "Die Idee kam aus den beiden Löschgruppen. Wenn schon viel Geld für einen Neubau in die Hand genommen wird, dann soll auch ein für die nächsten 50 Jahre vernünftige Lösung herauskommen."

Das Gebäude müsse für 80 bis 90 Feuerwehrleute und 22 Funktionen ausgelegt sein. Es werde nun ausgelotet, ob der Standort alle heutigen Einsatzgebiete der beiden Löschgruppen abdeckt. Falls ja, soll der Bau dem Vernehmen nach 2019 starten.

(mei)
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