Langenfeld: Stadt prüft verlängerte Fußgängerzone

Langenfeld : Stadt prüft verlängerte Fußgängerzone

Solinger Straße: Bürgermeister Schneider denkt über Erweiterung bis zum Rathaus nach.

Mitten durch die City geht ein Schnitt: Die Fußgängerzone hat seit der Jahrtausendwende durch Einkaufspassagen, Kulturzentrum, Markthalle und Wasserspiele ebenso einen Qualitätssprung gemacht wie der verkehrsberuhigte Abschnitt der Hauptstraße. Demgegenüber fällt die Solinger Straße zwischen Rathaus und Marktkarree deutlich ab. Wie ansässige Händler kürzlich im Gespräch mit der RP beklagt hatten, ist die Fahrbahn in einem schlechten Zustand, kommen sich Fußgänger und Radfahrer auf dem Bürgersteig ins Gehege und weist der Ladenbesatz Lücken und Mängel auf. Ein seit Jahren im Raume stehender Umbau scheint näher zu rücken: "Ich lasse zurzeit die Option prüfen, die Fußgängerzone bis zum Rathaus zu verlängern", sagt Bürgermeister Frank Schneider. Und Dr. Carlhermann Schürner, dem auf der Westseite dieses Straßenabschnitts mehrere nebeneinander liegende Häuser gehören, bekundet Bereitschaft zu Investitionen in deren Umbau.

Auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite dürfte sich schon sehr bald etwas tun: Nachdem der Schmuck- und Uhrenladen Bergerhoff ausgezogen ist, soll dort nach RP-Informationen ein größeres Wohn- und Geschäftshaus mit Ladenzeile errichtet werden. Nach Angaben des städtischen Planers Stephan Anhalt haben die Eigentümer einen Teilabriss und Neubau auf diesem Grundstück beantragt.

Zugleich bestätigt Anhalt, dass sich auf der Westseite eine Veränderung anbahnt. "Der Eigentümer ist mit dem Ansinnen an die Stadt herangetreten, dort etwas Neues entwickeln zu wollen. Das sehen wir sehr positiv."

Schürner hat nach eigenen Angaben gerade dem in einem seiner Häuser ansässigen Wettbüro den Mietvertrag gekündigt. Immer wieder sei es im Umfeld zu Pöbeleien gekommen, die es ihm erschwerten, Interessenten für leer stehende Läden zu finden. Was mit seinem bis kurz vor den C&A-Ausgang reichenden Häuserblock geschehen soll, ist nach Schürners Worten noch nicht entschieden. "Es kann sein, dass ich mehrere Häuser zu einer größeren Einheit zusammenlege. Die Lage ist gut und bietet durchaus Perspektiven." Klar sei ihm, dass bald etwas geschehen muss. "Das ist ja in meinem eigenen Interesse. Aber es macht keinen Sinn, Leerstände mit Billigläden zu füllen."

Nach den Worten von Citymanager Jan Christoph Zimmermann spielt der Abschnitt der Solinger Straße zwischen Rathaus und Fußgängerzone "im Gesamtgefüge der Shopping-Mitte eine wichtige Rolle, befindet sich aber in einer Art Wartesituation". Straßen- und Häuserumbau müssten Hand in Hand gehen. "Würde erst die Straße hergerichtet und dann bei folgenden Bauarbeiten beschädigt, wäre das Geschrei groß." Laut Chefplaner Ulrich Beul ist der Straßenumbau für 2015 vorgesehen, doch seien die Haushaltsberatungen abzuwarten.

"Der Straßenumbau ist versprochen", bekräftigte Bürgermeister Schneider. Er solle ähnlich der Hauptstraße erfolgen, aber mit einem anderen Belag. "Weil in diesem Abschnitt der Solinger Straße kein Durchgangsverkehr ist, wäre aber auch eine Verlängerung der Fußgängerzone eine Alternative, die es zu untersuchen gilt."

(RP)