Langenfeld: Stadt macht Tempo beim Kindergarten-Bau

Langenfeld: Stadt macht Tempo beim Kindergarten-Bau

Langenfelder Planungsausschuss befürwortet Entwurf für Neubau am Freizeitpark. Für Sportvereine Kleinspielfeld und Kunstrasen in Sicht.

Im Eilzugtempo rauscht der geplante Bau zweier neuer Großkindergärten durch die politischen Gremien. Um vom Bund einen Kostenzuschuss zu bekommen, hatten die Parteien erst Anfang März den Grundsatzbeschluss getroffen, ebenso einstimmig befürworteten sie im Planungsausschuss am Donnerstagabend den Architektenentwurf. Die Vorstellungskraft der Feierabendpolitiker wurde dabei nicht übermäßig strapaziert, schließlich sollen beide Neubauten wie die vor zwei Jahren am Möncherderweg eröffnete Kita aussehen. Standorte sind erstens der heutige Ascheplatz am Eingang des Freizeitparks an der Langforter Straße und zweitens das Neubaugebiet Blumen-/Düsseldorfer Straße.

Hintergrund: Um den genannten Zuschuss von 415 000 Euro zu bekommen, musste binnen weniger Wochen bis Mitte März ein Konzept mit detaillierten Kostenangaben eingereicht werden. Quasi als Blaupause diente daher der Entwurf für die Kita am Möncherderweg; ein 4,5 Millionen-Euro-Projekt. Als weitere Voraussetzung für Gelder aus dem Ende 2014 gestarteten Bundesprogramm für den Ausbau der Kleinkinderbetreuung (U 3) muss laut Fachbereichsleiter Ulrich Moenen wenigstens eine der beiden Kitas bis zum 30. Juni 2017 fertig sein.

An der Langforter Straße sollte dies mit dem recycelten Architektenplan aus der Schublade zu schaffen sein. Deshalb stand in der Sitzung am Donnerstag nur die Planung dieser Kita zur Debatte. "Er liegt innerörtlich hervorragend und ermöglicht in direkter Nachbarschaft zum Freizeitpark viele Spielmöglichkeiten", unterstrich Stadtplaner Ingo Schwarz. Und Parkplätze seien bereits vorhanden.

"Selbstverständlich sind wir dafür", bekundete Dieter Braschoss (CDU) für die Mehrheitsfraktion; Sprecher der anderen Parteien schlossen sich an. Indes wies Joachim Herzig (SPD) darauf hin, "dass wir mit diesem Projekt in das Angebot an Sportflächen eingreifen. Deswegen müssen wir in der Folge auch für die Sportler etwas tun."

Hierzu laufen im Hintergrund bereits Gespräche, bestätigte Moenen. "Für die Kita und deren Außengelände benötigen wir nur etwa die Hälfte des Ascheplatzes. Auf der verbleibenden Fläche möchten wir ein Kleinspielfeld für die Vereine anlegen." Diesen werde vor allem der VfB Langenfeld nutzen, der sich über den Wegfall von Trainingsmöglichkeiten beklagt hatte. "Obwohl das auf dem Ascheplatz sprießende Grün darauf hindeutet, dass dieser nicht so oft genutzt wird."

Anvisiert sei hingegen, den vom VfB schon lange gehegten Wunsch nach Kunstrasen im Jahnstadion zu erfüllen, der im Gegensatz zu natürlichem Gras täglich bespielt werden könnte. Moenen: "Weil die American-Footballer früher nicht auf Kunstrasen spielen durften, wurde das in der Vergangenheit nicht gemacht. Aber mittlerweile ist das erlaubt, so dass dieses Vorhaben wohl in die nächsten Beratungen über Haushalts- und Finanzplan eingebracht wird."

(RP)
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