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Monheim: Stadt bekämpft Eichen-Prozessionsspinner

Monheim : Stadt bekämpft Eichen-Prozessionsspinner

Die befallenen Eichen werden nur in wenigen Fällen nachhaltig geschädigt. Allergiker sollten vorsichtig sein.

Mit den wärmeren Temperaturen breitet sich der Eichen-Prozessionsspinner wieder aus. An verschiedenen Stellen in Monheim gehe man bereits gegen die behaarten Raupen mit den Nesselhärchen vor, teilt die städtische Pressestelle mit. "Da wir die ersten Raupen in diesem Jahr deutlich früher entdeckt haben, ist der Befall in diesem Sommer vermutlich noch etwas stärker als im vergangenen Jahr", befürchtet Jan-Philipp Blume vom städtischen Grünflächenamt. Insbesondere Allergiker sollten bei Waldbesuchen vorsichtig sein. "Es gibt aber keinen Grund zur Panik. Wir haben die Entwicklung im Blick", erklärt der Gärtnermeister.

Der Eichen-Prozessionsspinner ist eine braune Schmetterlingsart, die mit dem fortschreitenden Klimawandel zunehmend auch in unserer Region unterwegs ist. Die behaarten Raupen des Schmetterlings krabbeln in Kolonnen in die Eichen, um Blätter zu fressen und anschließend am Stamm oder bis in die Krone hinein Gespinstnester anzulegen, in denen sie sich gemeinsam verpuppen. Der Marsch der Raupen erinnert dabei an eine Prozession - daher der Name.

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Die befallenen Eichen würden nur in wenigen Fällen nachhaltig geschädigt. Allergiker sollten allerdings vorsichtig sein, so die Pressestelle: Die kleinen Nesselhärchen, die die Raupen absonderten, könnten auf der Haut zu Rötungen, Schwellungen, starkem Juckreiz oder Brennen führen. Bei einem Einatmen der Härchen seien Atemwegsreizungen möglich. Die Gespinste selbst seien allerdings ungefährlich.

Betroffen seien häufig Waldgebiete wie der Knipprather Wald. 2016 sei dort ein Befall am Froschteich gemeldet worden, im vergangenen Jahr wurden die Gespinste unter anderem auch an der Bleer- und Opladener Straße entdeckt. Auch in diesem Jahr befinden sich Stadt, Regionalforstamt und Waldeigentümer in engem Austausch, untersuchen Gebiete und stimmen gezielte Bekämpfungsaktionen ab. Rein rechtlich sei der Eichen-Prozessionsspinner eine so genannte "für den Wald typische Gefahr". Egal ob herabfallende Äste, Riesenbärenklau oder Eichen-Prozessionsspinner - jeder betrete den Wald auf eigene Verantwortung, teilt die Pressestelle weiter mit.

Die städtischen Grünflächen-Pfleger bemühen sich, alle Nester im öffentlichen Raum zu beseitigen. Meldungen über Gespinste nimmt die Stadtverwaltung unter Telefon 02173 951 673 sowie per E-Mail an [email protected] entgegen. Blume könne zudem auch beraten, wenn der Eichenprozessionsspringer in Privatanlagen auftauchten.

(pc)