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Monheim: Stadt baut für mehr als 120 Millionen Euro

Monheim : Stadt baut für mehr als 120 Millionen Euro

Das Jahr 2017 stellt, was die Bautätigkeit der Stadt angeht, alles bisherige in den Schatten. Ein Problem: Die Baupreise steigen stark an.

Als Michael Lobe vor acht Jahren im Gebäudemanagement der Stadt zu arbeiten begann, betrug dessen Bauunterhaltungsbudget 500.000 Euro, inzwischen liegt es bei vier Millionen Euro. Und die Kosten seiner Bauprojekte summieren sich auf mehr als 120 Millionen Euro. Lobe: "Ich betrachte diese natürlich auf die gesamte Bauzeit gerechnet." Allerdings haben die jüngsten Ausschreibungsverfahren von Bauleistungen gezeigt, dass sich die jeweils kalkulierten Budgets nicht immer halten lassen. "Bei einigen Projekten, wie der Sporthalle für das Heinrich-Häck-Stadion, mussten wir ein zweites Verfahren einleiten, weil sich zu wenige Bieter beteiligten und das kalkulierte Budget überschritten wurde", sagt Lobe. Die verbesserte Baukonjunktur schlage sich in Preiszuwächsen von jährlich fünf Prozent nieder. "Wenn man bedenkt, dass man bei großen Projekten über zwei Jahre plant, könnte das für uns im Ergebnis Mehrausgaben von mehreren Millionen Euro bedeuten", so der Bereichsleiter.

Kitas Aktuell läuft das Vergabeverfahren für die Einschaltung eines Generalplaners für die vier neuen Kindertagsstätten (Bausumme: 13 Mio Euro). Das erste Gebäude mit zwei Kitas unter einem Dach auf dem ehemaligen Freibad-Gelände soll im Herbst 2018 fertig sein. Auf Grundlage welcher Eigentumsverhältnisse die Stadt auf dem Kirberger Hof in Baumberg eine Kita einrichtet, sei noch unklar.

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Schulen Die europaweite Ausschreibung für den geplanten Ergänzungsbau am Berliner Ring (18,5 Mio Euro) ist im Gange. Bereits im Sommer hatte die Stadt Klassenräume in Modulbauweise aufstellen lassen, um die Raumdefizite von Sekundarschule und Gymnasium abzufedern. Für den Neubau des Schulzentrums Krischerstraße (27 Mio Euro) ist derzeit ein Schulberater mit der Detailplanung des Raumkonzeptes beauftragt. Die Frage sei, wie man künftig die Funktionen Schule, Ogata und individuelle Förderung in möglicherweise auch offenen Raumlandschaften verknüpfen könne, hat Bereichsleiter Peter Heimann einmal erläutert. Im Weiteren wird dann die Architektenleistung ausgeschrieben. "Die Herausforderung wird sein, den Neubau bei laufendem Betrieb zu realisieren", sagt Lobe.

Sport Nachdem sich infolge des gescheiterten ersten Vergabeverfahrens der Baubeginn verzögert hat, soll die Sporthalle im Heinrich-Häck-Stadion zum nächsten Jahreswechsel fertig sein. Auch für die Sporthalle am Waldbeerenberg (2,3 Mio) musste ein zweites Vergabeverfahren eingeleitet werden. Lobe: "Ende des Jahres steht sie."

Sonstige Infrastruktur Für die mögliche Nutzung der Faßabfüllhalle als Veranstaltungsstätte (28 Mio Euro) ist eine vertiefende Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben worden. Hiermit soll ermittelt werden, ob die Halle durch eine Betreibergesellschaft wirtschaftlich genutzt werden kann und wie die Auslastung aussehen könnte. "Ich bin da recht zuversichtlich", so Lobe. Für Herbst ist auch der fristgerechte Umzug des Baubetriebshofes an seinen neuen Standort im Gebäude der ehemaligen Info-Studios (4,7 Mio Euro) geplant.

Für das an der Heinestraße geplante Mo.Ki-Haus (7 Mio Euro) wird demnächst die Architektenleistung vergeben, so dass dieses Jahr für die Planung in Anspruch genommen wird.

(RP)