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Monheim: Sportstätten: Knackpunkt Baumberg-Ost

Monheim : Sportstätten: Knackpunkt Baumberg-Ost

Das von Bürgermeister Daniel Zimmermann präsentierte Sportstätten-Konzept (RP von gestern) hat zu unterschiedlichen Reaktionen in Parteien und Vereinen geführt. Die RP sammelte Knackpunkte und Kernaussagen.

Das Gros des 4,5 Millionen Euro teuren Gesamt-Konzepts, rund 3,8 Millionen Euro, soll über Baulanderschließung im Bereich der jetzigen Bezirkssportanlage (BSA) Bregenzer Straße sowie durch "Aufschlagung eines ersten Bauabschnittes Baumberg-Ost" (rund 600 000 Euro Erlös) finanziert werden. Vor allem Letzteres wollen die "Sportstätten-Koalitionäre" SPD und Grüne so nicht mitmachen. Grünen-Fraktionschefin Andrea Stamm: "Den Einstieg in eine Vermarktung von Baumberg-Ost kommt nicht in Frage. Die damit kalkulierten 600 000 Euro Erlös lassen sich im Zweifel einsparen." So könnten Umkleidekabinen und Parkplätze an der jetzigen BSA für die in Sichtweite liegende neue BSA einfach weiter genutzt werden. Reserviert reagiert auch SPD-Fraktionschefin Ursula Schlößer: "Die Wortwahl ,erster Bauabschnitt' deutet auf weitere Bauabschnitte hin. Die wird es mit uns sicher nicht geben." Daran, dass ein Kompromiss mit dem Bürgermeister und der ihn tragenden Peto-Fraktion möglich ist, glauben Stamm und Schlößer allerdings nach wie vor: "Wir stehen hinter dem dezentralen Sanierungskonzept."

Wenig begeistert zeigen sich dagegen CDU-Fraktionsboss Tim Brühland ("Wenn nun doch eine BSA verlegt und neu gebaut wird, dann macht so etwas am Standort Kielsgraben weit mehr Sinn") sowie FDP-Fraktionschefin Dr. Doris Schröder-Weber ("ein Zaun rund um den Kunstrasen-Platz an der neuen Baumberger BSA stell' ich mir einfach schrecklich vor").

"Setzen auf Nachbesserungen"

Auch bei den Vereinen fallen die ersten Reaktionen zumindest nicht euphorisch aus. FC-Sprecher Werner Geser: "Es stimmt: Wir haben signalisiert, dass wir irgendwie damit leben können. Aber was ist eigentlich mit den Altlasten unter dem dann übergangsweise wieder frei gegebenen Ascheplatz? Auf diese wichtige Frage haben wir bislang keine Antwort bekommen." Ebenfalls zurückhaltend reagiert der BTSC-Vorsitzende Stephan Schuhen: "In der neuen BSA fällt der Leichtathletik-Bereich mit Abwurffläche und Laufbahn einfach zu klein aus. Und das Jahnstadion liegt nunmal nicht in Baumberg." Außerdem bleibe es dabei, dass — bezogen auf Baumberg — künftig der 3. Sportplatz fehle. Schuhen ("auch ich finde den ,Käfig' rund ums neue Spielfeld nicht gerade prickelnd") setzt nun auf "Nachbesserungen".

(RP)