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Langenfeld: Sportseelsorge: Katholiken küren erste Frau

Langenfeld : Sportseelsorge: Katholiken küren erste Frau

Der in Langenfeld ansässige Sportverband DJK vergibt vakante Stelle an Elisabeth Keilmann.

Erstmals ist eine Frau für katholische Sportseelsorge zuständig: die 56-jährige Elisabeth Keilmann. Das teilte gestern der DJK mit, der katholische Sportverband in Deutschland mit Sitz in Langenfeld. Der im Gebäude Zum Stadtbad 31 ansässige DJK versteht sich laut Satzung als ein christlich wertorientierter Sportverband unter katholischem Dach.

Er nimmt nach eigenen Angaben jeden auf, der seine Orientierung mitträgt. Etwa 500.000 Sportler betreiben in rund 1200 DJK-Vereinen mehr als 100 Sportarten, berichtet Elsbeth Baha, die seit drei Jahren DJK-Präsidentin ist.

An ihrer Seite ist nun als Geistliche Bundesbeirätin Elisabeth Keilmann. Nach vier Jahren Vakanz ist die Bochumer Pastoralreferentin zugleich Olympia- und Sportseelsorgerin der Deutschen Bischofskonferenz. "Ich finde, Sportseelsorge ist ein sehr wichtiges pastorales Handlungsfeld", sagte die bisherige DJK-Vizepräsidentin Keilmann. "Sport hat in unserer Gesellschaft eine große Bedeutung."

Die Kirche sei ein wichtiger Partner für den Sport, "aber auch ein wichtiger Anwalt für die menschliche Würde". Die drei Buchstaben DJK stehen für Deutsche Jugendkraft und gehen auf die ründerzeit 1920 zurück. Heute ist jedoch nur noch die Kurzform gebräuchlich: die DJK. Unverändert gelte der Grundsatz "Der Mensch im Mittelpunkt". Die DJK-Sportjugend ist eine eigenständige Organisation des Verbandes.

Der evangelische Olympiapfarrer Thomas Weber aus Gevelsberg wünschte seiner neuen Kollegin "alles Gute und Gottes Segen". Die Arbeit als Olympia-Seelsorger sei ökumenisch ausgelegt. "Nun ist es ein weiteres gutes Zeichen der Kirchen, wenn wir mit einem Team aus Mann und Frau auftreten und gemeinsam wirken können."

Keilmann wurde vom Essener Bischof Franz-Josef Overbeck für fünf Jahre freigestellt.

(kna/mei)