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Handball: Zwillinge: Wen Langenfeld doppelt sieht

Handball : Zwillinge: Wen Langenfeld doppelt sieht

Der Handball-Oberligist trifft heute auf den ART Düsseldorf. In der Hinrunde begann mit dem 30:20-Sieg nach einem schwachen Saisonstart die Wende zum Besseren. Das Heimspiel ist auch ein Treffen mit Lars und Tim Lipperson.

Es war einmal eine Handball-Mannschaft, die startete mit 5:9 Zählern in die Saison - viel schlechter als erwartet. Selbst Trainer Leszek Hoft, der seit Jahrzehnten im Geschäft unterwegs ist, dürfte zumindest vorübergehend ernsthafte Zweifel mit sich herumgetragen haben, ob denn beim Oberligisten SG Langenfeld (SGL) alles in den richtigen Bahnen laufe. Dann kamen der 15. November 2014 und die Aufgabe beim früheren Drittligisten ART Düsseldorf. Das Spiel endete mit einem 30:20 und wurde zur sportlichen Wiedergeburt der Langenfelder, die eine Serie von zehn Spielen ohne Niederlage starteten und sich weit nach oben vorarbeiteten. Heute liegt Langenfeld auf dem dritten Platz, den es auf der Zielgeraden der Saison unbedingt verteidigen will. Dabei ist noch die eine oder andere knifflige Aufgabe zu bewältigen - zu der auch die Partie heute Abend gehört (17.30 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium). Der Gegner: ART Düsseldorf.

SGL-Trainer Hoft geht felsenfest davon aus, dass die Mannschaft aus der Landeshauptstadt die Pleite aus der Hinrunde unbedingt korrigieren will. Das gilt erst recht, weil der ART noch im November den damaligen Coach Jens Sieberger durch den 48 Jahre alten Khalid Khan ersetzte. "Er will die einfachen Tore", betont Hoft respektvoll, "er ist ein Verrückter, wenn es um den Gegenstoß geht." Daraus ergeben sich fürs eigene Langenfelder Team zwei Pflichten. Erstens sind unnötige Ballverluste am besten zu vermeiden. Und falls es dann trotzdem mal passiert, muss eine besonders zügige Rückwärtsbewegung her, um nicht zu viele Gegentreffer zu kassieren.

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Zwei Personalfragen sorgen ebenfalls dafür, dass es heute kein Spiel wie jedes andere geben wird. Vor der Saison hatte sich Langenfeld die Dienste der 20 Jahre alten Lars und Tim Lipperson gesichert, die aus Düsseldorf kamen und sich bei der SGL unter Hofts Anleitung weiterentwickeln wollten. Was ein für beide Seiten lohnendes Geschäft zu sein schein, kam allerdings nie richtig in Schwung. Irgendwann lagen dann Wunsch und Wirklichkeit zu weit auseinander. Die Zwillinge konnten ihr Potenzial nicht zeigen und bekamen weniger Einsatzzeit als erhofft - eine schwierig zu lösende Situation. Anfang Februar folgte die Entscheidung, dass Lars und Tim Lipperson zur ART zurückkehren, wo ihr Vater Markus seit einiger Zeit in verantwortlicher Position tätig ist. "Wir sind überhaupt nicht im Bösen auseinandergegangen", betont Hoft. Trotzdem sorgt der erneute Vereinswechsel für zusätzliche Würze.

Die SGL scheint allerdings für die letzten sechs Meisterschaftssspiele in dieser Saison gerüstet zu sein. Trotz zwischenzeitlich größter personeller Probleme holte Langenfeld seit dem Sieg in Düsseldorf 24:4 Punkte. Dabei gab es mit dem 25:33 am 7. Februar bei Adler Königshof nur eine Niederlage, die in der Höhe auf den besonders krassen Mangel an gesunden Spielern zurückzuführen war. Außerdem tauchen zwei 25:25-Unentschieden in der Bilanz auf - das glanzvolle gegen den Tabellenführer TV Aldekerk und das weniger glanzvolle kürzlich gegen TuSEM Essen II.

Für den Auftritt gegen Düsseldorf hat der SGL-Trainer eine präzise Vorstellung: "Das ist ein Heimspiel. Und natürlich wollen wir gegen den ART unbedingt gewinnen." Möglicherweise können dabei die zuletzt fehlenden Matthias Herff (krank) und Dustin Thöne (verletzt) zumindest über Kurz-Einsätze helfen. Weil aus der Zweiten erneut Henrik Heider, André Boelken und Philipp Wolter zur Verfügung stehen, kann die SGL den Spielberichtsbogen auf jeden Fall voll ausfüllen. Deshalb spricht nicht wenig dafür, dass alles in den richtigen Bahnen läuft.

(RP)