Fußball : Zwei Trend-Fragen

Fußball-Landesligist HSV Langenfeld möchte nach zwei Siegen auch gegen Mönchengladbach punkten. TuSpo RIchrath will sich aus dem Keller befreien – und hofft gegen den SC Düsseldorf-West auf eine Wende zum Besseren.

Die Fußball-Landesliga präsentiert sich wie eine Wundertüte. Auf Rang fünf liegt der HSV Langenfeld mit zwei Siegen aus zwei Spielen – was er so vermutlich nicht mal selbst erwartet hatte. Auf Rang 15 liegt mit drei Niederlagen aus drei Spielen der Nachbar TuSpo Richrath – was er so nicht mal in vorsichtigsten Berechnungen erwartet hatte. Ob einer der Trends anhält, werden die nächsten Heimspiele zeigen. Während TuSpo den Fünften SC Düsseldorf-West erwartet (Sonntag, 15 Uhr, Schlangenberg) erwartet, trifft der HSV auf den Zehnten SV Mönchengladbach 1910 (Sonntag, 15 Uhr, Burgstraße).

TuSpo-Coach Michael Kezmann bemüht sich um Normalität. "Das ist für mich im Grunde ein Spiel wie jedes andere", betont der 35-Jährige, der lange in Diensten des SC West stand – erst als Spieler, dann als Trainer. Auf jeden Fall gibt es gute Gründe, sich eher um die Gegenwart zu kümmern. Alle hatten sich was anderes vorgestellt als 2:9 Tore und null Punkte. Nun hoffen die Richrather, dass vielleicht gerade gegen den Niederrheinliga-Absteiger der Knoten platzt.

Steigerung erforderlich

"West ist für mich der Top-Favorit für den Aufstieg", findet Kezmann, der die Flinte dennoch nicht ins Korn wirft: "Wenn alles passt, könnten wir sie packen." Dazu muss TuSpo zuerst die Fehler abstellen, die hinten oft für Aufregung sorgen. Außerdem müssen die Gastgeber ihre Chancen besser verwerten. Sollte TuSpo trotzdem erneut leer ausgehen, steigt der bereits beachtliche Druck weiter. Allein der September hält schließlich noch die schwierigen Auftritte beim TuS Grevenbroich (18./Zweiter), gegen den SV Uedesheim (25./Erster) und beim 1. FC Mönchengladbach bereit (29./Achter). Deshalb hätte Kezmann ganz wenig dagegen, wenn ihm ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Verein eine Art Befreiungsschlag gelingt.

Der HSV freut sich über eine bisher optimale Ausbeute. Trainer Oliver Fecker hat dabei eine exakte Vorstellung davon, wo seine Elf anzusiedeln ist: "Die meisten Mannschaften, die jetzt oben stehen, werden da auch am Ende stehen. Die Teams unten habe ich ebenfalls so erwartet – Solingen, Richrath, Wersten, eigentlich auch den HSV. Dass wir schon sechs Punkte haben, macht es natürlich einfacher."

Weiter mit viel Kampf

Gegen Mönchengladbach möchten die Langenfelder gerne nachlegen, um sich vom Geschehen im Keller frühzeitig abzusetzen. Das Ziel ist für Fecker deshalb klar: "Wir wollen wieder punkten." Fecker: Das Mittel soll dabei das gleiche sein wie in den vorherigen Partien. "Spielerisch war das vielleicht nicht immer super, aber wir haben klasse gekämpft. So soll es weitergehen."

(rod-)