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Handball: Zwei Nachbarn, eine Geschichte: Alles neu

Handball : Zwei Nachbarn, eine Geschichte: Alles neu

Landesliga-Handballerinnen aus Langenfeld und Monheim gehen mit zahlreichen personellen Veränderungen in die Meisterschaft.

Die Landesliga-Handballerinen der SG Langenfeld (SGL) haben mit ihren Kolleginnen der SG Monheim (SGM) vieles gemeinsam. Beide gehen mit einem neuen Trainer in die Saison und im Mannschaftsgefüge ist hüben wie drüben ebenfalls fast nichts mehr wie vorher. Kein Wunder: Die Begegnung der Nachbarn im Kreispokal hatte jetzt als erster Gradmesser für die am Wochenende beginnende Meisterschaft einen besonderen Wert. Das Ende war dann für viele eine Überraschung, denn Monheim gewann das spannende und hart umkämpfte Spiel nach zwei Verlängerungen mit 22:21 (9:6). Insgesamt brachte die Partie die Stärken und Schwächen beider Teams, die noch in der Findungsphase stecken, deutlich ans Licht.

Martin Glass, der die SGL in der vergangenen Saison trainierte, gab seinen Posten berufsbedingt ab. Sein Nachfolger ist Sebastian Rößler, der eigentlich zum Kader der Langenfelder in der Oberliga gehört. Eine Knieverletzung (Kreuzband) zwingt den 23-Jährigen jedoch zu einer Pause. Für Langenfelds Abteilungsleiter Klaus Majeres ist der Neue auf der Bank ein "Glücksfall". "Leider haben uns einige Spielerinnen und der Trainer verlassen", sagt Majeres, "es sah zunächst nicht gut aus für die Damen. Aber wir haben in den letzten Wochen eine adäquate Mannschaft zusammengestellt." Für die Saison gibt er sich optimistisch: "Wir werden mit dem Abstieg nichts zu tun haben."

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In Nadine Sell konnte auf Anhieb ein Ersatz für die abgewanderte Torfrau Simone Schmittgen gefunden werden (Unitas Haan). Das wurde auch im Pokalspiel deutlich, als Sell viele starke Paraden zeigte. Darüber hinaus gab es einige Abgänge wegen Studium oder Beruf – wie etwa Jennifer Kreutzer. "Es ist fast ein Neuanfang", meint Rößler, "bis vor einigen Wochen hatten wir nur sieben Spielerinnen im Kader. Zum Glück konnten wir ein bisschen aufstocken." In Nadine und Vanessa Proksch kamen zwei Talente aus Haan nach Langenfeld. Silke Gerhards und Hannah Hahn rückten aus der igenen Jugend auf. "Es ist klar, dass bei so vielen Umstellungen nicht alles auf Anhieb klappt", sagt Rößler mit Blick auf die Pokalniederlage, "aber die Mannschaft hat auf jeden Fall die Qualität, in der Liga mitzuhalten."

Fast noch heftiger kam der Umbruch in Monheim. Michael Pußar zog sich nach mehr als zehn Jahren auf der Trainerbank zurück. "Die Luft war nach so langer Zeit einfach raus und ich wollte Platz für etwas Neues schaffen", meint Pußar, der aber noch Abteilungsleiter bleibt. Die Suche nach einem Nachfolger sei überraschend schwierig gewesen. "Ich bin froh, dass wir jemanden gefunden haben, der mit viel Motivation bei der Sache ist." Gemeint ist Gudrun Doleys, die selbst lange für die Monheimerinnen auf dem Feld stand.

Die Neue musste schmerzhafte Abgänge verkraften. Martina Lembach wirft nun für Wülfrath in der Verbandsliga Tore. Ebenfalls weg ist Jana Klopsch (zurück in ihre Heimat Bremen). Nicht einsetzbar ist derzeit Antje Schlobohm (Knieverletzung), während Torfrau Nicole Plittnik eine Auszeit nimmt. Ihre Vertretung ist Kreisläuferin Constanze Schneider. "Das klingt abenteuerlich, aber sie hat schon häufiger im Tor gestanden und ihre Sache gut gemacht. Wir haben eine junge, neu zusammengewürfelte Mannschaft und wollen das Beste daraus machen", erklärt Gudrun Doleys. Es scheint, als sei das zumindest im Kreispokal gelungen. Weniger Fragezeichen für die Meisterschafts gibt es deswegen jedoch nicht. Und das gilt durchaus auch für die Langenfelder Seite.

(dora)