Fußball : Zurück in der Heimat

Jens Hülsen kennt sich bei TuSpo Richrath bestens aus. Der 30-Jährige, der jetzt schon zum dritten Mal für den Fußball-Landesligisten spielt, will dem Team um Trainer Michael Kezmann durch Erfahrung und Kampfkraft helfen.

Einer der wichtigsten Neuzugänge des Fußball-Landesligisten TuSpo Richrath ist ein alter Bekannter. Jens Hülsen spielt jetzt wieder am Schlangenberg — insgesamt bereits zum dritten Mal. Der erfahrene Mittelfeldspieler kommt vom Nachbarn und Ligakonkurrenten HSV Langenfeld, bezeichnet TuSpo aber als seinen Heimatverein. "Hier bin ich aus der A-Jugend gekommen und habe mein erstes Senioren-Jahr gespielt. Später bin ich mit dem Verein dann aufgestiegen", erzählt Hülsen.

Mit sechs Jahren begann die Karriere beim HSV Langenfeld, die mit dem Umweg über den VfB Solingen in der Jugend zu den Richrathern führte. Nach einem Gastspiel beim SC Düsseldorf-West kehrte der gelernte Maler und Lackierer zu TuSpo zurück. Mit beiden Klubs war Hülsen in der Verbandsliga aktiv (heute Niederrheinliga). Im Jahr 2008 gab es dann den Wechsel zum HSV, der damals gerade in die Landesliga aufgestiegen war.

Für die Rückkehr an den Schlangenberg nennt der 30-Jährige mehrere Gründe: "Wir haben hier jetzt eine gute Mannschaft mit vielen jungen Leuten, die der Trainer auch einbaut. Die Mischung stimmt da." Das Training unter dem neuen Coach Michael Kezmann ist dabei durchaus anspruchsvoll. "Wir werden alle fit genug sein", glaubt Hülsen.

Ganz besonders freut sich der Mittelfeld-Motor jedoch auf die Zusammenarbeit mit den ehemaligen Weggefährten Guido Künzel (Co-Trainer) und Jörg Broich (Physiotherapeut). Mit Künzel spielte Hülsen früher in einer Mannschaft.

"Nie ein Riesentechniker"

In den vergangenen drei Jahren erlebte Hülsen beim HSV vor allem stürmische Zeiten. "Ich habe jetzt drei Jahre gegen den Abstieg gespielt. Das soll sich ändern und das ist mit dieser Mannschaft auf jeden Fall drin", findet der TuSpo-Neuzugang, der gerne eine Führungsrolle übernehmen will. "Ich war nie der Riesen-Techniker. Ich komme vor allem über Kampf, Einsatz und Willen. Wir haben ein paar junge Spieler, die technisch sehr gut sind — und vielleicht kann ich denen dann die anderen Dinge vermitteln, die wichtig sind", hofft Hülsen.

In der Vergangenheit übertrieb er es ab und an mit dem Einsatz — und in seiner ersten Saison beim HSV Langenfeld gab es dafür insgesamt sogar drei Rote Karten. "Das durfte mir damals eigentlich so nicht passieren und musste sich natürlich ändern", weiß Hülsen. Und in der Folge entwickelte er sich beim HSV zum Führungsspieler, dessen Fähigkeiten entscheidend zum Klassenerhalt beitrugen.

"Derbys immer was Besonderes"

Als Saisonziel gibt Hülsen erst mal das gesicherte Mittelfeld aus: "Und dann so weit nach oben, wie es geht." Direkt das erste Spiel ist hier brisant, denn am 21. August geht es gegen den HSV. "Das ist natürlich der Knaller", findet Hülsen, der in diesen 90 Minuten keine Freunde beim Gegner hat.

Ansonsten wünscht er seinem alten Verein ebenfalls nur das Beste und weitere gemeinsame Jahre in der Landesliga: "Das sind schließlich Derbys. Das ist immer etwas Besonderes." Außerdem ist Jens Hülsen in beiden Vereinen ein alter Bekannter.

(rod-)