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Badminton: Wolfgramm wollte im Erdboden versinken

Badminton : Wolfgramm wollte im Erdboden versinken

Der Basketball-Oberligist SG Langenfeld (SGL) dürfte vermutlich am Tiefpunkt angekommen sein, denn in der Partie beim Siebten Dynamic Squad BBA geriet das Team um Trainer Frank Wolfgramm mit 64:103 (24:49) unter die Räder. Dass es nicht noch dicker kam, hatten die Gäste allein Thomas Gerstenberg zu verdanken – der trotz Verletzung 20 Punkte erzielte. Wolfgramm war fassungslos, weil seine Mannschaft bis zur Mitte des dritten Abschnitts völlig überfordert war. "Zeitweise wollte ich einfach nur im Erdboden versinken und ich hatte Angst, dass wir unser persönliches Waterloo erleben", erklärte der Coach.

Die hohe Fehlerquote ermöglichte den Gastgebern allein 60 Punkte über Korbleger. Außerdem streute Langenfeld gleich 25 Turnovers ein (Ballverluste), die Düsseldorf stets bestrafte. Erst beim 27:71-Rückstand (25.) schienen Wolfgramms Schützlinge aufzuwachen, konnten letztlich aber nur ein bisschen Schadensbegrenzung betreiben.

"Die Mannschaft war bis auf Tim Knupp und Thomas Gerstenberg die ersten drei Viertel nicht auf dem Feld. Ob die Jungs keine Lust hatten oder vor Angst zitterten, kann ich nicht sagen", rätselte Wolfgramm, der mit einem reduzierten Kader auskommen musste. Patrick Braun und Bastian Kluth sagten kurzfristig ab, Martin Kampe war aus beruflichen Gründen nicht abkömmlich und Sebastian Rutat hat die Mannschaft inzwischen verlassen.

Gefahr gestiegen

Eine Tatsache: Der Abstiegsstrudel dreht sich längst immer schneller. Nach sechs Partien ist Langenfeld gerade noch Zehnter (2:10 Punkte) vor dem TuS Maccabi Düsseldorf (2:10) und der TG Düsseldorf (0:12). Weil die SGL am Samstag (16 Uhr) beim Fünften SV Alte Freunde Düsseldorf antreten muss, ist auch keine Besserung in Sicht.

SG Langenfeld: Borkenhagen (3), Knupp (9), Vogel (11), Grollius (10), Gerstenberg (20), Beldzik (3), Esteban (2), Velez-Garcia, Wohlfarth (6)

(nico)