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Fußball: Woher Trainer Vollack seine Zuversicht nimmt

Fußball : Woher Trainer Vollack seine Zuversicht nimmt

Für den gefährdeten Fußball-Oberligisten SF Baumberg ist die Aufgabe beim 1. FC Wülfrath extrem wichtig – und eine Chance zur Wende.

Für den gefährdeten Fußball-Oberligisten SF Baumberg ist die Aufgabe beim 1. FC Wülfrath extrem wichtig — und eine Chance zur Wende.

Der Spielplan meint es zurzeit sogar gut mit dem Oberligisten SF Baumberg (SFB). Während der Spielbetrieb im Amateurfußball größtenteils ruht (Totensonntag), muss Baumberg ran — weil die 38 Spieltage in der 20 Klubs umfassenden Gruppe sonst nicht zu bewältigen wären. Für die Sportfreunde bietet das die Möglichkeit, das deprimierende 0:3 und die schwache Leistung gegen den Letzten VfR Krefeld-Fischeln zu korrigieren — und zugleich die Negativserie der vergangenen Wochen zu beenden. "Das ist natürlich schön, dass wir direkt die Gelegenheit bekommen, das geradezubiegen", sagt SFB-Coach Jörg Vollack, der mit seiner Elf morgen (16 Uhr) beim Vorletzten 1. FC Wülfrath antritt.

Ein weiteres Negativ-Erlebnis wollen die Baumberger vermeiden, weil die Situation im Abstiegskampf längst viel zu brenzlig ist. Verliert Vollacks Mannschaft (16 Punkte) erneut, droht sie auf den letzten Platz durchgereicht zu werden (Krefeld-Fischeln/13 Zähler). Vorsicht ist also angebracht bei den Sportfreunden — gerade weil der kommende Gegner als Vorletzter (14 Punkte) noch ein bisschen schlechter steht.

Zwei Fakten fordern zu doppelter Aufmerksamkeit auf. Erstens mussten die Baumberger zuletzt selbst schmerzvoll erfahren, dass Mannschaften von ganz unten ebenfalls zu einigem fähig sind. Zweitens befindet sich Wülfrath gerade auf dem aufsteigenden Ast — zuletzt gabs zwei Siege. "Das wird ein enorm wichtiges Spiel für uns. Die Lage ist ernst, aber ich denke, dass wir da rauskommen", meint Vollack.

Die Tendenz spricht jedoch im Augenblick klar gegen sein Team. Nachdem die Vollack-Elf am 7. Oktober mit dem 3:1 über den VfB Homberg eine Serie von sieben Partien hintereinander ohne einen Sieg beendet hatte, folgten inzwischen weitere fünf Meisterschaftsspiele in Folge ohne dreifachen Punktgewinn. Anders ausgedrückt: Die Sportfreunde gewannen seit Mitte August nur eins von 13 Spielen und holten dabei lediglich sieben von 39 möglichen Zählern.

Positiv stimmen Vollack immerhin die jüngsten Trainingsleistungen: "Die Jungs sind engagiert, geben Vollgas. Das ist es, was mir Zuversicht gibt." Gleichzeitig relativiert er seine Äußerungen nach der Niederlage gegen Krefeld, als er den einen oder andere Mangel eine Qualitätsfrage genannt hatte. "Wir haben eine große Qualität in der Mannschaft, rufen sie im Moment aber einfach nicht ab", betont Vollack, "am Sonntag war es einfach so, dass zu viele Spieler nicht an ihr gewohntes Niveau gekommen sind."

Weil Redouan Yotla erneut aussetzt (Leistenzerrung nicht ganz auskuriert) dürfte die Spielmacherrolle hinter der einzigen Spitze wieder Kapitän Hayreddin Maslar zufallen. Insgesamt sind auch Umbauten in der Startaufstellung wahrscheinlich. Vollack: "Ich bin niemand, der jetzt alles auf links dreht. Aber es kann sein, dass wir etwas verändern." So oder so steht fest, dass alle Baumberger den Trend stoppen und unbedingt eine Wende zum Besseren einleiten wollen.

(mroe)