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Lokalsport: Wiedersehen mit Heike Ahlgrimm

Lokalsport : Wiedersehen mit Heike Ahlgrimm

Der Frauenhandball-Bundesligist gastiert morgen beim Aufsteiger aus Südhessen.

Dem Asienmeister und WM-Teilnehmer Südkorea mussten sich Bayers Handballerinnen unter der Woche knapp mit 27:29 geschlagen geben. Am morgigen Samstag gilt für die Elfen dagegen wieder: Verlieren verboten! Nach dem souveränen Erfolg gegen den TV Nellingen muss das Team von Trainerin Renate Wolf nun auswärts beim Aufsteiger HSG Bensheim/Auerbach nachlegen. Die Punkte sind fest eingeplant bei den Leverkusenerinnen, die sich für die neue Spielzeit die Europacup-Qualifikation vorgenommen haben. Trainerin Wolf hat keine Verletzten zu beklagen und sagt: "Die Ausgangslage ist ungefähr so wie vor dem Spiel gegen Nellingen - nur, dass wir auswärts spielen. Es wird eine schwierige Aufgabe, die wir aber lösen wollen und werden."

Passend dazu gibt es morgen beim Spiel in Südhessen das Wiedersehen mit einer langjährigen Elfe, die dabei war, als Bayer 2005 den einzigen europäischen Titel der Vereinsgeschichte holte. Heike Ahlgrimm, am Rhein besser bekannt unter ihrem Spitznamen "Ahli", hat es vor zwei Jahren an die Bergstraße verschlagen. Mit der HSG schaffte sie im Sommer ein Jahr eher als geplant die Rückkehr ins Oberhaus.

Nach acht Jahren als aktive Elfe (2002 bis 2010 unter Trainerin Renate Wolf) war Ahlgrimm von 2012 bis 2014 (unter der Geschäftsführerin Renate Wolf) zwei Spielzeiten lang Übungsleiterin bei den Elfen. Da der Erfolg damals nicht zuletzt auch wegen zahlreicher Verletzungen überschaubar blieb, ist die Ex-Nationalspielerin motiviert, ihre Klasse als Trainerin auch gegen ihren Ex-Klub unter Beweis zu stellen. Durch die Zwangspause vergangenes Wochenende (Wasserschaden in der Sporthalle Wellinghoven in Dortmund) hatte sie seit der Auftaktniederlage gegen Bad Wildungen viel Zeit, an einer Taktik tüfteln.

Allerdings gilt für die Leverkusenerinnen: Wenn sie den Gegner ernstnehmen, sollte es zu einem deutlichen Erfolg langen. Allzu viele der Unkonzentriertheiten wie anfangs gegen Nellingen sollten sie sich aber nicht erlauben. Für Bayer geht es auch darum, weiter an den Automatismen zu arbeiten, damit -anders als in der Vorsaison - die Punkte nicht nur gegen Abstiegskandidaten geholt werden.

Die nächste Gelegenheit, die eigenen Qualitäten mit einem der Konkurrenten um die internationalen Ränge zu messen, ist dann im folgenden Heimspiel gegen den Buxtehuder SV in zweieinhalb Wochen. Zuvor sind jedoch zunächst zwei Pflichtsiege gefordert - am Samstag in der Liga bei Bensheim/Auerbach und am 7. Oktober im Pokal beim Zweitligisten und Kooperationspartner TV Beyeröhde.

(RP)