Handball : Wie ein Flickenteppich

Der personell geschwächte Handball-Verbandsligist SG Langenfeld quälte sich zum 35:25 über Düsseldorf. Dieerste Hälfte war eine Katastrophe, die zweite besser. Kapitän Dennis Werkmeister erlitt einen Nasenbeinbruch.

Der Weg war mühselig und der Handball-Verbandsligist SG Langenfeld (SGL) zeigte wenig von dem, was einen Titelkandidaten auszeichnet. Trotzdem reichte es zum 35:25 (15:13)-Erfolg über die HSG Jahn 05/SC West Düsseldorf, durch den das Team um Trainer Heino Kirchhoff das Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem neuen Spitzenreiter Mettmann-Sport fortsetzt (beide 12:2 Punkte). Co-Trainer Kai Wille, der den erkrankten Chef vertrat, wirkte erleichtert: "Nach dieser Trainingswoche bin ich froh, dass wir das so hinbekommen haben."

Die Liste der Ausfälle über die Woche wegen Verletzung oder Erkrankung ließ praktisch kein geregeltes Programm zu. Kirchhoff, Tobias Justen, Niklas Körner und Keeper Tobias Hanke lagen flach. Deshalb rückten André Jechorek (zweite Mannschaft) und Oliver Werkmeister (Torhüter) ins Aufgebot. Ins trübe Bild passte, dass sich Kapitän Dennis Werkmeister, der keine zwei Minuten auf dem Platz stand, einen Nasenbeinbruch zuzog.

Falsche Filmrolle

Die Start-Sieben mit Torhüter Tobias Kottwitz, Christian Majeres, Alexander Klimke, Vinzenz Preiss-egger, Bastian Plaskocinski, Andreas Nelte und Dawid Rosiak hatte die Filmrolle zunächst falsch eingelegt. Nach chaotischen Minuten lag Düsseldorf vorne (1:3/7.), weil sich Langenfeld schlafmützig bewegte und eine unansehnliche Partie auf schwächstem Niveau bot.

Kapitän Dennis Werkmeister, erst beim 10:12 (25.) eingewechselt, ging als Wecker voran. So erzielte er die Treffer zum 12:13 und 13:13 (jeweils 26.) im Abstand von nur 20 Sekunden. Dafür bezahlte er mit Schmerzen, denn beim Ausgleich hatte er einen Schlag ins Gesicht bekommen. Ergebnis: Nasenbeinbruch. Das Pech rüttelte die SGL allerdings auf. Zwei weitere Treffer vor der Pause und zwei Tore nach dem Wechsel sorgten fürs 17:13 (33.). Und die Hausherren trugen nun mehr ansehnliche Aktionen vor, an denen meist Matthias Herff beteiligt war (sorgte mit Stefan Wagener für mehr Tempo im Angriff).

Siebenmeter-Belohnung

Düsseldorf blieb bis zum 24:21 (44.) dran, ehe die SGL auf der Zielgeraden die Verhältnisse halbwegs geraderückte. Nach dem 30:25 (51.) gabs noch fünf Treffer in Serie. Und das letzte Tor erzielte per Siebenmeter der nur hier eingewechselte André Jechorek – eine Belohnung für die Bereitschaft, fast 60 Minuten auf der Bank zu sitzen.

SGL: Kottwitz, O. Werkmeister – Jechorek (1/1), Majeres (1), Rosiak (6), Wille, Preissegger (6), D. Werkmeister (2), Wagener (2), Klimke (3), Plaskocinski (3), Herff (7), Nelte (4), de la Fuente.

(RP)