Fußball : Wichtige Pflicht-Punkte

Die Landesliga-Fußballer des HSV Langenfeld kamen gegen den SC Union Nettetal zu einem 2:1. Der Erfolg im Abstiegskampf gegen den Letzten war lange fraglich. Marian Zündorf erzielte den Siegtreffer erst in der 87. Minute.

Euphorie sieht irgendwie anders aus. Trainer Oliver Fecker wusste den 2:1 (0:1)-Erfolg seines Fußball-Landesligisten HSV Langenfeld gegen den SC Union Nettetal auch richtig einzuschätzen. "Das war kein Fußball. Wir waren schlecht, der Gegner war noch schlechter", fand der Coach. Was für Fecker und sein Team im Abstiegskampf eher wichtig ist, sind die Zähler für den Klassenerhalt: "Wir haben die Punkte – wie, ist erst einmal egal. Wir haben in der zweiten Halbzeit viel Druck gemacht, den Rückstand gedreht und sind somit auch der moralische Sieger."

Die Gäste aus Nettetal gelten mit ihren vier Zählern als der Abstiegskandidat Nummer eins (Letzter). "Man hat gemerkt, dass die heute ihre letzte Chance suchen", meinte Fecker. Die Union ging von Beginn an aggressiv zu Werke, aber ohne spielerischen Plan zu. Auf der anderen Seite kam der HSV ebenfalls viel zu selten mal gefährlich vor das gegnerische Tor. Die Vorstöße – öfter über die linke Angriffsseite – von Alessandro Petri und Christian Engels blieben in Ansätzen stecken.

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Ball und Gegner abgeräumt

Die nächste bittere Erfahrung war für die Langenfelder im Abstiegskampf nicht neu, denn in der Defensive ergeben sich im Laufe einer Partie immer Löcher. Sanjin Nozic versuchte gegen einen Nettetaler noch zu retten, traf hierbei wohl Ball und Gegner. Schiedsrichter Christian van Zwamen (Kamp-Lintfort) zeigte auf den Elfmeterpunkt und die Gäste ließen sich nicht zweimal bitten – 0:1 (38.).

Die Hausherren kamen mit Druck aus der Pause. Durch die Bemühungen nach vorne ergaben sich allerdings zugleich Räume für die Union. In der 59. Minute landete der Ball lediglich auf der Langenfelder Latte. Auf der anderen Seite erzwang Feckers Elf dann schließlich doch die erlösenden Tore. André Köhler schnappte sich das Spielgerät und erzielte mit einem schönen Schlenzer das 1:1 (65.).

Aus dem Gewühl heraus

Am Ende hatte der HSV sogar alles Glück auf seiner Seite. Nach einer Ecke von Andreas Gumilar bekam Nettetal den Ball im Gewühl nicht richtig geklärt und Marian Zündorf staubte zum 2:1 ab (87.). "Ich kann meiner Mannschaft wirklich keinen Vorwurf machen, denn sie hat alles in die Waagschale geworfen und bis zum Ende gekämpft", fand Fecker – obwohl Euphorie etwas anders aussieht.

(rod-)