Fußball : Wer den Mangel verwaltet

Fußball-Niederrheinligist SF Baumberg hat vor dem Heimspiel gegen RW Oberhausen II unglaublich viele personelle Baustellen offen. Ein Comeback von Routinier Kosta Knezevic wird immer wahrscheinlicher.

Die Aussichten könnten besser sein und der Fußball-Niederrheinligist SF Baumberg (SFB) kämpft vor der Partie gegen den Titelkandidaten RW Oberhausen II mit zahlreichen Problemen (Sonntag, 14.15 Uhr, MEGA-Stadion, Sandstraße). Zuerst machte Trainer Jörg Vollack die lange Liste an Ausfällen zu schaffen — und daneben auch das jüngste 1:4 der Oberhausener gegen den 1. FC Bocholt. "Diese Niederlage kommt uns äußerst ungelegen und macht die Aufgabe nicht einfacher", findet Vollack, "bei uns werden sie ihre Schlappe wettmachen wollen. Da hilft auf unserer Seite nur, hart dagegenzuhalten und alles in die Waagschale zu werfen. Kampflos geben wir nicht auf."

Das eigene 1:1-Unentschieden vom vergangenen Wochenende beim 1. FC Viersen sieht Vollack im Nachhinein als Warnschuss an die Spieler. Die Elf habe unter dem Strich zu viele kleine Fehler gemacht, die es nun unbedingt zu vermeiden gelte. "Wir müssen deutlich besser werden. Die Mannschaft muss mehr investieren, cleverer auftreten, Ballverluste in der Vorwärtsbewegung abstellen und die Torchancen konsequenter nutzen", fordert Vollack, dem gleich acht Stammkräfte fehlen werden.

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Auch für Vollack neu

Dominik Kepper und Marcel Löber sind krank, fünf weitere Spieler verletzt. Reindolf Adu ist nach seiner Roten Karte aus Viersen gesperrt (vermutlich für vier Wochen). Fouad Boauli und Gabriel Czajor stehen nach ihren Verletzungen erst im Aufbautraining. "Dass mir gleich zehn Spieler fehlen, haben ich in meiner Trainerlaufbahn in der Form noch nicht erlebt", sagt der SFB-Coach, "aber wir werden uns nach Kräften wehren." Richard Ehrhardt (war zuletzt beruflich verhindert) kehrt immerhin in die Innenverteidigung zurück.

"Opa" beim Aufwärmen

Ein Aushilfs-Comeback des früheren Top-Stürmers Kosta Knezevic war in dieser Saison lange kein Thema für die Sportfreunde — die Not jedoch in Viersen so groß, dass sich der Routinier bereits für einen Einsatz aufwärmte. Möglicherweise kommt es tatsächlich bald zu einer Rückkehr des erfahrenen Angreifers, den seine Teamkollegen liebevoll nur "Opa" zu nennen pflegen. Weil Redouan Yotla und Apostolos Sakalakis derzeit wegen Verletzung ausfallen, kann Vollack vorne lediglich auf Jannik Weber und Necati Ergül zurückgreifen.

(hbe-)