Fußball : Weihnachts-Wünsche

Trainer Ganija Pjetrovic hofft, dass beim Fußball-Landesligisten TuSpo Richrath etwas Ruhe einkehrt. Der größte Teil der Spieler will wenigstens bis zur Winterpause bleiben und beim TuS Bösinghoven ein ordentliches Spiel zeigen.

Hinter dem Fußball-Landesligisten TuSpo Richrath liegen aufregende Wochen und weitere werden mit hoher Wahrscheinlichkeit folgen. Deshalb ist Trainer Ganija Pjetrovic erst mal heilfroh. dass er momentan nicht mehr jede Minute darüber nachdenken muss, ob seine Mannschaft überhaupt aufläuft. Am Dienstagabend erteilte der Verein durch Geschäftsführer Günter Bremer allen Spielern, die in der Winterpause gehen möchten, eine schriftliche Freigabe-Garantie – als Entschädigung dafür, dass seit Anfang September die vor der Saison vereinbarten Zuwendungen nicht mehr geflossen sind (wir berichteten). Daraus folgt, dass die Richra-ther die übrigen vier Partien in diesem Jahr bestreiten und auch am Sonntag (14.30 Uhr) beim Aufsteiger TuS Bösinghoven antreten.

Bleiben ist denkbar

Einen Blick nach weiter vorne mag Pjetrovic zurzeit kaum riskieren. Unter gewissen Umständen könnte er sich jedoch vorstellen, die Saison selbst mit einer veränderten Besetzung im Jahr 2010 fortzuführen. "Ich möchte gerne bleiben", sagt der 43-Jährige, der vor Kurzem entlassen worden und eine Woche später an den Schlangenberg zurückgekehrt war, "wichtig ist natürlich, dass eine Mannschaft da ist." Vorläufig wollen sich Pjetrovic und seine Elf jetzt nach besten Kräften aufs Sportliche konzentrieren, das bis Weihnachten eine interessante Mischung versprechen.

Klassen-Neuling Bösinghoven legte einen guten Saisonstart hin und blieb zunächst vier Mal hintereinander ungeschlagen. Nach elf Zählern aus den ersten sechs Begegnungen folgte eine längere Durststrecke mit fünf Niederlagen hintereinander. Die Serie endete erst am vergangenen Wochenende mit dem 2:2 beim SV Uedesheim.

"Wir müssen auf jeden Fall punkten", sagt TuSpo-Trainer Pjetrovic, "und wir dürfen auf keinen Fall verlieren. Es wird ein schweres Spiel für uns." Zeigt sein Team eine ähnlich gute kämpferische Einstellung wie am vergangenen Wochenende beim 1:1 gegen den Tabellenvierten VfB Hilden, könnte vielleicht sogar ein Sieg herausspringen.

Ohne zwei Abgänge

Beim Versuch, den fünften Saisonsieg zu holen, sind Mittelfeldspieler Bartlomiej Pawliczek und Stürmer Osei Opoku nicht mehr an Bord. Beide beschlossen, dem Verein wegen der nicht eingehaltenen finanziellen Zusagen mit sofortiger Wirkung den Rücken zu kehren.

(RP)