Qualifikation zur 3. Liga : Was wird aus Dinslakens Handballern?

Der Regionalliga-Meister ist vielleicht bis Juni beschäftigt. In Langenfeld beginnt dann die Vorbereitung.

Die meisten Handballer genehmigen sich gerade eine Pause, um nach den Strapazen der vergangenen Saison durchzuatmen und die Akkus aufzuladen. Das gilt unter anderem für den Drittliga-Absteiger SG Langenfeld (SGL), der nach dem letzten Saisonspiel (4. Mai) gut fünf Wochen pausiert, ehe am 11. Juni die Vorbereitung auf die kommende Saison beginnt – die zumindest für ein Jahr wieder in der Regionalliga Nordrhein stattfindet. Deren Terminmacher würden vermutlich auch ganz gerne schon mit den konkreten Planungen für die am 14./15. September startende Serie 2019/2020 beginnen. Problem: Ihnen sind derzeit die Hände gebunden, weil die Zusammensetzung der Klasse bisher nicht genau feststeht. Alles steht und fällt dabei mit dem MTV Rheinwacht Dinslaken. Der Regionalliga-Meister bestreitet gerade die Qualifikation, die sich durchaus noch eine ganze Weile hinziehen kann. Das wiederum dürfte der VfB Homberg sehr genau verfolgen und er wird dem bisherigen Klassen-Konkurrenten definitiv sehr intensiv die Daumen drücken, dass es mit dem Aufstieg klappen möge.

Dinslaken hat es in der ersten Runde mit dem TV Plochingen zu tun, dem Zweiten der Oberliga Baden-Württemberg. Das Hinspiel endete am vergangenen Wochenende nach dramatischen 60 Minuten mit einem 28:28, sodass für das Rückspiel am Samstagabend alles offen zu sein scheint. Gewinnt der MTV oder erzielt er ein Unentschieden mit mehr als 28 Treffern, ist er durch – und spielt in der 3. Liga. Verliert er oder erzielt er ein Unentschieden mit weniger als 27 Treffern, ist er zunächst nicht durch – spielt aber vielleicht trotzdem in der 3. Liga. Die sechs Verlierer der ersten Quali-Runde bekommen im Kampf um zehn zu vergebende Drittliga-Plätze eine zweite Chance. Weiter geht es in zwei Dreier-Gruppen, deren Spiele bereits angesetzt sind: 25. Mai, 30. Mai, 1. Juni.

Die insgesamt vier Teams aus den beiden ersten Plätzen jeder Gruppe dürfen ebenfalls den Aufstieg feiern. Und damit wäre das Kontingent der zehn Tickets ausgeschöpft. Für die Verlierer haben sich die Verantwortlichen allerdings eine finale Verlängerung ausgedacht: Die Ränge elf und zwölf werden ebenfalls ausgespielt. Der Verband will für den Fall, dass er plötzlich einen Nachrücker braucht, gerüstet sein. Das ultimative Nachsitzen ist für den 8. Juni (Hinspiel) und den 10. Juni angesetzt (Rückspiel). Falls es mit Dinslaken aus der Regionalliga Nordrhein sein sollte: Nur einen Tag später fängt die ausgeruhte SG Langenfeld mit dem Training für die nächste Serie an.

Der VfB Homberg bildet zurzeit mit dem MTV Rheinwacht eine Schicksals-Gemeinschaft, weil er in der Regionalliga als Zwölfter der Abschluss-Tabelle auf einem heißen Stuhl sitzt. Homberg schafft nur dann die Rettung, wenn Dinslaken die Klasse nach oben verlässt. Im anderen Fall muss der VfB neben den Wölfen Nordrhein und der DJK Adler Königshof in die Oberliga absteigen. Spaß macht das sicher nicht. Da hatte es Langenfeld sogar ein bisschen besser, weil der Abstieg aus der 3. Liga irgendwie kaum zu vermeiden war und letztlich ja rechtzeitig feststand. Wer Gewissheit hat, kann einfach besser entspannen.

Mehr von RP ONLINE