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Handball: Was Lars Lipperson an der SG Langenfeld reizt

Handball : Was Lars Lipperson an der SG Langenfeld reizt

Der 19-Jährige hat mit dem Handball in Ratingen begonnen. Nun will er sich beim Oberligisten unter Trainer Leszek Hoft weiterentwickeln.

Lars Lipperson kommt sehr pünktlich zum Gespräch. Damit hat er schon mal eine Menge gewonnen - auch und gerade bei Leszek Hoft, denn der Trainer des Handball-Oberligisten SG Langenfeld (SGL) legt viel Wert auf Disziplin. Die Wertschätzung beruht offensichtlich auch auf Gegenseitigkeit. Hoft war letztlich der entscheidende Faktor dafür, dass sich der 19 Jahre alte Rückraumspieler überhaupt für einen Wechsel vom Drittliga-Absteiger ART Düsseldorf zum Nachbarn entschloss. "Für mich persönlich ist die sportliche Weiterentwicklung wichtig", sagt Lipperson, "und Leszek ist ein sehr guter Trainer." Von der Verbindung wollen beide Seiten profitieren, denn als Zweiter der vergangenen Saison muss sich die SGL an höheren Ansprüchen messen lassen als früher.

Lars Lipperson ist neben seinem Zwillingsbruder Tim sowie Max Adams und Frederic König (beide vom Oberligisten Bergischer HC II gekommen) einer von vier Neuen. Der junge 1,94-Meter-Mann soll Langenfeld besonders auf der halblinken Seite im Rückraum verstärken, die gewöhnlich als Königspostion in einer Handball-Mannschaft gilt. Eine Sonderrolle mag Lars Lipperson daraus allerdings ganz und gar nicht für sich ableiten: "Ich bin ein Teamplayer." Bei der Benennung der eigenen Stärken tut er sich schwer und will die Einschätzung lieber anderen überlassen. Eine der wenigen Ausnahmen: "Es ist wohl so, dass ich einen ziemlich harten Wurf habe."

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Trainer Hoft kennt Lipperson schon lange, zumal beide früher bereits in der Jugendauswahl zusammengearbeitet haben. Am Rückraumspieler schätzt er zudem sehr viel mehr als nur dessen Zuverlässigkeit: "Er ist sehr dynamisch und er geht dahin, wo es wehtut. Er arbeitet sehr fleißig und er spielt sehr mannschaftsdienlich."

Nach dem Abitur entschloss sich Lars Lipperson dazu, in Wuppertal ein Studium im Bereich Bauingenieurwesen aufzunehmen. Das betreibt er derzeit im zweiten Semester sehr intensiv - was aber mit den in der Saison drei Trainingseinheiten pro Woche in Langenfeld bestens zusammenpasst. Aktuell bereitet sich Lipperson darauf vor, aus dem elterlichen Zuhause in Ratingen in eine noch zu bildende Wohngemeinschaft umzuziehen. Damit die familiäre Trennung nicht ganz so krass ausfällt, soll Zwillingsbruder Tim der zweite Mitbewohner sein. Die beiden wollen - weil sie die Landeshauptstadt mögen - in Düsseldorf ihre Zelte aufschlagen.

Mit dem konkreten sportlichen Ziel für die Serie 2014/2015 halten sich alle derzeit noch einigermaßen zurück. Eine interne Sprachregelung könnte aber darauf hinauslaufen, dass es eine Position besser sein darf als in der vergangenen Serie (Zweiter). Und das wiederum deckt sich dann mit den Zielen von Lars Lipperson, der seine restliche Handball-Karriere nicht in der Oberliga verbringen will. Anders ausgedrückt: Damit Langenfeld ein dauerhafter Aufenthaltsort wird, darf es durchaus eine Etage höher gehen - in die 3. Liga.

Wie die Sitten dort sind, werden die Langenfelder sicher bereits heute Abend (20 Uhr) erfahren, denn der benachbarte Drittligist Leichlinger TV kommt zum Testspiel. Langenfeld tritt definitiv ohne Regisseur André Eich (Urlaub) und ohne Neuzugang Frederic König an (soll nach Verletzung sein Aufbautraining konsequent vorantreiben). Auch Vinzenz Preissegger und Christian Majeres fallen aus. Noch offen ist, ob Andreas Nelte an Bord sein kann. Der Abwehrchef plant im abgesprochenen Urlaub womöglich eine Kurzreise. Bleibt er im Lande, stellt er sich auch zur Verfügung.

Sollte Nelte fehlen, wird Lars Lipperson womöglich doch etwas stärker in den Mittelpunkt rücken. Schließlich versteht er sich auch auf eine aggressive Abwehrarbeit. Dabei kann es durchaus sehr hilfreich sein, pünktlich einzugreifen.

(RP)