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Fußball: Was die Wirklichkeit zulässt

Fußball : Was die Wirklichkeit zulässt

Trainer Marek Lesniak möchte den Fußball-Landesligisten TuSpo Richrath ein Stück nach vorne schieben. Dafür gibts nicht viele neue Leute, aber bis zur Fortsetzung der Meisterschaft eine sehr umfangreiche Vorbereitung.

Der Mann kennt sich aus im Geschäft und er war schon zu seiner Zeit als Profi keiner, der sinnlose Luftschlösser baut – sondern einer für die Realität, fürs eher Handfeste. Trotzdem hatte Marek Lesniak in diesen Wochen als Trainer den Wunsch, den Fußball-Landesligisten TuSpo Richrath auf der einen oder anderen Position für die Fortsetzung der Meisterschaft personell zu verstärken. Das war in erster Linie mühselig und brachte unter dem Strich nicht den erhofften Erfolg. "Wir haben viele Gespräche geführt", sagt der 47-Jährige, "und dann muss man leider irgendwann sagen, dass es nicht passt." Heißt in der Übersetzung: Richrath machte letztlich aus finanziellen Gründen fast immer einen Rückzieher.

Bauleiter: Trainer Marek Lesniak schwebt vor, dass sich die Richrather demnächst auch körperlich ein bisschen anders präsentieren. Foto: Matzerath (ARCHIV)

Lesniak versteht diesen Kurs und denkt gar nicht daran, die Flinte ins Korn zu werfen. "Das muss dann bis zum Ende der Saison reichen und wir werden das Beste daraus machen." Zwei ernsthafte Kandidaten stehen auf der verbliebenen Liste der möglichen Neuzugänge – die TuSpo auch braucht, weil zugleich drei Abmeldungen vorliegen. Mehmet Sezer, Aziz Afkir und Robin Scholer verlassen den Verein.

Jeden Tag beschäftigt

Als Ergänzung des Kaders sollen weitere A-Jugendliche mit der ersten Mannschaft arbeiten, die eine üppige Vorbereitung zu absolvieren hat. Momentan steht für den noch übersichtlichen Kader sogar tägliches Training auf dem Programm – oft mit einer intensiven Laufeinheit und oft mit dem Ball. Für den TuSpo-Coach ist das Pensum die notwendige Basis, um den zweiten Teil der Meisterschaft ein Stück erfolgreicher zu gestalten und mit dem Abstieg nichts mehr zu tun zu haben. "Die Mannschaft wird auf jeden Fall fitter sein", verspricht Lesniak, dessen Team morgen (15 Uhr, Schlangenberg) gegen den Wuppertaler SV/Borussia II aus der Niederrheinliga zum ersten Mal auf den Prüfstand tritt.

Erst danach wird feststehen, mit welchen Spielern Richrath das eigene Turnier (Wintercup) am Sonntag ab 14.30 Uhr in der Halle am Konrad-Adenauer-Gymnasium bestreitet. Hier könnten es die Richrather – falls sie die Gruppe A überstehen – im Halbfinale mit Landesliga-Rivalen zu tun bekommen. Der VfB Hilden und der VfB Solingen sind immerhin die klassenhöchsten Teams in der Gruppe B.

Schwache Heimbilanz

Die Meisterschaft geht für TuSpo erst am 26. Februar (15 Uhr) gegen den Fünften VSF Amern weiter. "Wenn alles klappt, können wir mit Moral und Leidenschaft noch ein paar andere Mannschaften hinter uns lassen", hofft Lesniak. Als Realist weiß er, dass Richrath mit nur einem Sieg aus acht Spielen über eine miserable Heimbilanz verfügt. Auch deshalb hält sich der ehemalige Profi lieber an die Wirklichkeit.

(RP)