Was Anderson glaubt

Das Ziel für die Langenfeld Longhorns liegt in der 2. Football-Bundesliga Nord (GFL 2) klar auf der Hand. Um den Kontakt zur Spitze zu halten, benötigt der Dritte (8:2 Punkte) aus dem Heimspiel gegen die Berlin Rebels (heute, 16 Uhr, Stadion Jahnstraße) einen Erfolg. Verliert das Team um Headcoach Sherman DJ Anderson, wird es dem Spitzenreiter Cologne Falcons (10:2) und dem Zweiten Düsseldorf Panther (8:2) zumindest vorerst nicht mehr folgen können.

Der Vierte Berlin (6:4) dürfte den Longhorns das Leben allerdings schwer machen – und eine Korrektur fürs Treffen aus der Hinrunde anstreben. Vor fünf Wochen gabs zum Auftakt der Saison 2009 in der Hauptstadt schließlich einen packenden Krimi, den Langenfeld erst auf der Zielgeraden für sich entschied. Anderson nannte die Partie damals ein "Herzkasper-Spiel."

Im letzten Viertel lag seine Mannschaft mit 18:27 hinten, ehe ein aufregender Schluss-Spurt die Wende brachte. Erst 88 Sekunden vor dem Ende machte der Pass von Quarterback Garrett Collins auf Thomas Jung aus dem 24:27 die erste und zugleich entscheidende Langenfelder Führung – 30:27. Anderson versteht, dass die Berliner eine Revanche möchten, will jedoch – was sonst – Widerstand leisten: "Wir haben nicht vor, noch ein Heimspiel zu verlieren." Das 9:12 gegen die Cologne Falcons genügt fürs Erste.

Weil für beide Seiten einiges auf dem Spiel steht, könnten die Defense-Reihen im Mittelpunkt stehen. Anderson geht zudem davon aus, dass Ballverluste oder Strafen zum falschen Zeitpunkt den Ausgang maßgeblich beeinflussen würden. Gleichzeitig traut er seinen Schützlingen die richtigen Lösungen zu. "Das Team hat sehr gut trainiert und so müssen wir daran glauben, dass wir es auf dem Platz umsetzen können", sagt der Headcoach.

Zuber ein Einzelkämpfer

Dass Christian Kirschner nach einer lange Verletzungspause wieder an Bord ist, bringt mehr Druck in die Defense Line. Auf der anderen Seite geht den Hausherren bei den Pass-Empfängern langsam das Personal aus. Olaf Fries, Bastian Neukötter und nun auch Marcel Kirchner fallen verletzt aus. Als letzter Receiver muss Florian Zuber besonders viel Verantwortung tragen.

(RP)
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