Lokalsport: Vorbei: Sportkeglerinnen steigen ab

Lokalsport: Vorbei: Sportkeglerinnen steigen ab

Die SKC-Damen, die in der Bundesliga einen schweren Stand hatten, wurde auch beim letzten Turnier wieder Letzter.

Es ist vorbei und es hat die Sportkeglerinnen des SKC Langenfeld/Paffrath auch nicht unvorbereitet getroffen. Nach dem Verlauf der Normalrunde und den vorherigen Resultaten der drei Turniere in der Abstiegsrunde hätte nur noch ein größeres Wunder helfen können - an das aber keiner mehr glaubte. Langenfelds Teamsprecherin Manuela ter Haar fasste den dienstlichen Ausflug nach Hessen passend zusammen: "Natürlich haben wir unser Bestes gegeben. Aber es ist schon ein anderes Kegeln, wenn man vorher weiß, dass man sowieso nichts mehr ändern kann." Es war unter dem Strich auch noch mal eine ziemlich und aufwändige Angelegenheit. Erst stand die knapp 200 Kilometer weite Hinfahrt zur Anlage des KC 87 Wieseck (Gießen) auf dem Programm, dann folgten etwa sechs Stunden sportlicher Einsatz auf möglichst ordentlichem Niveau - und anschließend mit dem Abstieg im Gepäck noch einmal 200 Kilometer wieder nach Hause. Der SKC, dem selbst ein Tagessieg nicht mehr geholfen hätte, konnte es beinahe gelassen tragen, dass er sich beim vierten Turnier mit einem weiteren letzten Platz aus der Bundesliga verabschiedete.

Den Anfang machte Kathrin Schnepf, die durchaus gut startete und dann fast keinen geraden Wurf mehr hinbekam, sodass nur für sie bescheidene 764 Holz herauskamen. Tanja Rittmann, die eine schlechte Gesamtleistung ablieferte, blieb sogar bei 735 Holz hängen. Anna Ribbers durfte dafür sehr zufrieden sein, denn 756 Holz waren ihr zweitbestes Auswärts-Ergebnis. Besonders gut kam sie auf Bahn eins zurecht, wo sie neben der Aachenerin Katharina Schmitz die meisten Zähler sammelte (215). Das komplette Gegenteil erlebte Martina Schmidt, die den Spieltag vermutlich am liebsten vergessen würde und am Ende nach lediglich 657 Holz über sich selbst sprachlos war.

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Anna Röhrig konnte dann wieder mit ihrem Auftritt insgesamt gut leben (752), während Manuela ter Haar (742) zu wenig in die Vollen traf und noch eine schlechte Räumgasse einbaute. Die sechs Langenfelderinnen sammelten insgesamt 4406 Holz und 49 Einzelwertungspunkte - was in der Addition nur zum letzten Platz im vierten Turnier der vier an der Abstiegsrunde beteiligten Teams reichte. Den Tagessieg sicherte sich der KC 87 Wieseck (4786 Holz/111 Einzelwertungspunkte), der bereits vorher auf Rang eins gelegen hatte und diese Position mit 16 Gesamt-Punkten sicher behauptete. Dahinter wurde es spannender, denn SG 63 Aachen-Knickertsberg (4548/75) und die KSF 62 Wuppertal (4482/65) lieferten sich in der Gesamtwertung ein Kopf-an-Kopf-Rennen - das letztlich Wuppertal über die Einzelwertung bei jeweils 16 Zählern für sich entschied (321/294). Wuppertal ist wie Wieseck direkt gerettet, Aachen bekommt in einer Relegation mit den Landesmeistern noch eine letzte Chance.

Foto: Ralph matzerath

Direkt absteigen müssen die Langenfelderinnen, die in einer durch große personelle Sorgen geprägten Saison von Anfang an einen schweren Stand hatten und aus der Normalrunde bloß einen Zähler mit in die Abstiegsrunde nehmen konnten. Ein Lichtblick: Das zweite Turnier in eigener Halle schloss der SKC als Sieger ab. Der Abstieg aus der Bundesliga war dadurch aber nicht zu verhindern, weil es daneben dreimal nur einen Zähler gab - insgesamt also acht. "Der letzte Spieltag ging ohne große Überraschungen zu Ende", meinte Teamsprecherin ter Haar, "da alles entschieden war, fehlte uns ein wenig die Motivation." Es hat die Sportkeglerinnen des SKC Langenfeld/Paffrath immerhin nicht unvorbereitet getroffen, dass das Kapitel Bundesliga jetzt vorläufig geschlossen ist.

(RP)