Lokalsport: Volleyballerinnen verpassen Happy End

Lokalsport: Volleyballerinnen verpassen Happy End

Die Regionalliga-Frauen der SG Langenfeld stellten sich gegenüber dem 0:3 in Münster verbessert vor und boten beim Zweiten Werth/Bocholt eine Leistung auf Augenhöhe. Am Ende gab es aber im Tiebreak eine knappe 2:3-Niederlage.

Die Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) konnten sich für ihre beiden Reisen zu den Spitzenteams nur teilweise belohnen. Nach der bitteren 0:3-Pleite beim Tabellenführer USC Münster II zog die Mannschaft von Trainer Michael Wernitz jetzt in einem echten Krimi auch beim Zweiten SG SV Werth/TuB Bocholt den Kürzeren - 2:3 (21:25, 25:23, 23:25, 25:18, 14:16). "Werth hatte nach einem spannenden, kampfbetonten und nervenaufreibenden Spiel das glücklichere Ende auf seiner Seite", fand Wernitz.

Im Tiebreak lieferten sich die beiden Kontrahenten zunächst ein Duell auf Augenhöhe (5:5), bevor Langenfeld durch druckvolle Aufschläge eine Führung vorlegte (8:5). "Der Schiedsrichter verwirrte leider immer wieder beide Mannschaften, weil er technische Fehler sehr undurchsichtig ahndete", sagte Wernitz, dessen Team letztlich unkonzentriert wirkte und den Faden verlor. Bezeichnend: Beim Stande von 15:14 verwandelte die Spielgemeinschaft ihren Matchball, indem die SGL einen Eigenfehler produzierte.

Zuvor waren die Gäste schwach gestartet, denn sie strahlten im Angriff keine Durchschlagskraft aus (1:4, 16:19). Außerdem gab es im Aufschlag und in der Annahme erneut zu viele Unzulänglichkeiten. Die Zuspielerinnen Vivian Brauns und Carina Zandt hatten deshalb einen schweren Stand. Die SGL kam zwar über gute Aktionen von Diana Kiss, Silke Althaus und Jana Nahrstedt wieder heran (20:21), doch es reichte nicht zur Wende (21:25).

Im zweiten Abschnitt trat Langenfeld energischer auf (11:6). Obwohl den Gästen beim 20:18 erneut Fehler unterliefen, ließen sie sich den Ausgleich nicht nehmen (25:23). Der dritte Abschnitt ging wieder an die gastgebende Spielgemeinschaft, weil sie die Fehler der SGL nun besser zu nutzen wusste (10:5, 13:13, 25:23).

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Im vierten Satz lieferte Wernitz' Team seine stärkste Leistung, indem es in der Verteidigung wenig zuließ und aufgrund ihrer hohen Aufmerksamkeit fast keine Angriffsfläche bot (15:9, 19:15, 25:18). Nach dem folgenden Tiebreak und insgesamt 123 Minuten reiner Spielzeit musste sich der Dritte Langenfeld (14 Punkte) trotzdem mit 2:3 geschlagen geben. Der Zweite Werth/Bocholt (16) liegt immerhin nicht weit weg, während sich Münster (22) deutlich abgesetzt hat.

"Die Niederlage ist sehr schade für uns, weil wir das Spiel selber in der Hand hatten. Bis auf den ersten Satz kann ich meiner kampfstarken und einsatzfreudigen Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir befinden uns definitiv auf einem guten Weg", betonte SGL-Coach Wernitz. Nach dem kommenden spielfreien Wochenende empfängt die SGL am 10. Dezember (16 Uhr, Halle Hinter den Gärten) den Sechsten VC Eintracht Geldern (zehn Zähler).

SG Langenfeld: Steinacker, Althaus, Kiss, Zandt, Lakicevic, Brust, Agethen, Eisler, Nahrstedt, Dietrich, Brauns, Christ.

(fas)
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