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Volleyballerinnen stolpern beim Letzten

Volleyball : Volleyballerinnen stolpern beim Letzten

Die SG Langenfeld war in Aachen zunächst auf dem richtigen Weg, verlor aber am Ende noch mit 2:3.

Die ungeschriebenen Gesetze der Regionalliga West sind inzwischen hinlänglich bekannt. Und obwohl die Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) als Siebter zum Schlusslicht PTSV Aachen II angereist waren, galten sie keinesfalls als der Favorit. Nach den Erfahrungen der Vergangenheit ist vielmehr jedes Duell in der ausgeglichenen Liga eng. Letztlich sollte sich diese Regel dann erneut bewahrheiten, denn die Mannschaft von Trainer Michael Wernitz zog knapp den Kürzeren – 2:3 (25:14, 25:20, 23:25, 21:25, 11:15).

Die Gäste legten in der rund zwei Stunden dauernden Partie zwar gut los, doch letztlich hatte Aachen den längeren Atem. „Es war ein sehr langes und kräfteaufreibendes Spiel. Beide Seiten brachten starke Verteidigungsaktionen, aber Aachen hat das glücklichere Ende erwischt. Wir müssen anerkennen, dass die überhaupt nicht aufgetreten sind, wie man sich einen Tabellenletzten manchmal vorstellen mag“, sagte Wernitz.

Die Langenfelderinnen beherrschten den ersten Durchgang, weil sie sehr selbstbewusst und konzentriert agierten (4:1, 5:1, 11:8). Hier konnte Jessica Eisler die Bälle sehr gut annehmen und an Zuspielerin Carina Zandt leiten. Silke Althaus und Anne Schmittmann leisteten außerdem gute Arbeit im Block und im Angriff, sodass schnell alles klar war (16:12, 25:14).

Im zweiten Abschnitt überzeugte Langenfeld ebenfalls über weite Strecken – 11:7, 16:11, 18:11. Beim Stande von 23:16 wirkte die SGL allerdings etwas fahrlässig und Aachen verkürzte immerhin auf 20:25. „Danach haben Mark Nahrstedt und ich die Mannschaft gewarnt, weil Aachen jetzt alles auf eine Karte setzen würde“, erklärte Wernitz.

Die Gastgeberinnen steigerten sich tatsächlich und zogen vom 10:10 auf 19:14 weg. Zandt konnte durch eine Aufschlagserie zum 23:23 ausgleichen, ehe zwei Fehler der SGL das 23:25 bedeuteten. Über gefährliche Aufschläge setzten sich die Aachenerinnen anschließend auch im vierten Abschnitt durch – 12:12, 19:14, 25:21.

Der PTSV hatte jetzt einen psychologischen Vorteil auf seiner Seite, weil er sich in den Sätzen drei und vier beeindruckend zurückgemeldet hatte. Gleichzeitig waren die Akkus der Langenfelderinnen zur Hälfte schon leer und ihnen unterluefen nun im Tiebreak mitunter unnötige Fehler. Nach einem ordentlichen SGL-Start drehte Aachen das Spiel (6:4, 7:5, 7:8) und nach dem 9:9 streuten die Gäste unpräzise Zuspiele ein – 11:15. Wernitz war ein fairer Verlierer: „Aachen hat verdient gewonnen und ich kann die Niederlage nicht an einzelnen Spielerinnen meiner Mannschaft festmachen.“

SG Langenfeld: Steinacker, Althaus, Kiss, Eisler, Zandt, Schmittmann, Lakicevic, Brauns, Tänzler.