Volleyball: Kampf und Krampf fürs 3:0

Frauen-Regionalliga : Volleyball: Kampf und Krampf fürs 3:0

Das Team von Trainer Michael Wernitz spielte sehr durchwachsen, holte gegen Gladbeck aber einen am Ende deutlichen Sieg.

Es war kein Augenschmaus, aber die Mehrheit war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Nach einer durchwachsenen Leistung setzten sich die Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) gegen den TV Gladbeck schließlich am Ende klar mit 3:0 (25:23, 25:16, 25:23) durch. „Es wurde phasenweise auf beiden Seiten ganz schlimmer Volleyball gezeigt, der von Zufällen und unglücklichen Aktionen geprägt war. Manchmal gab es aber gute Phasen mit spannenden Ballwechseln und wir hatten das Glück auf unserer Seite“, urteilte SGL-Coach Michael Wernitz. Das 3:0 war der dritte Sieg hintereinander und zugleich der erste klare Erfolg mit drei Punkten für die Tabelle. Dort belegt Langenfeld jetzt den sechsten Rang (sieben Zähler).

Im Vergleich zum jüngsten 3:2 beim SC Union Lüdinghausen wirkten die Langenfelderinnen in der Abwehr viel stabiler. Auf der anderen Seite waren sie auf der Außen-Position zu harmlos. „In unserem Angriff ist die Durchschlagskraft immer noch nicht da“, stellte Wernitz fest. Außerdem fehlte im Mittelangriff der Schwung – was unter anderem an den Fehlern in der Annahme lag.

Der erste Satz begann als offener Schlagabtausch (6:4, 11:12, 15:18). Dank gefährlicher Aufschläge von Anne Schmittmann drehten die Gastgeberinnen das Ergebnis zum 21:19 – und die SGL streute dann wieder große Unsicherheiten ein, ließ sich jedoch den Durchgang nicht mehr nehmen (25:23).

Durch starke Aufschläge machte Jana Nahrstedt im zweiten Abschnitt aus dem 3:3 ein 8:3. Anschließend gab es eine Unterbrechung, weil sich Zuspielerin Carina Zandt eine Verletzung am Sprunggelenk zugezogen hatte. Wernitz: „Schon beim Absprung hat Carina gemerkt, dass es nicht gut gehen würde. Die gegnerische Spielerin war sehr nah am Netz und hatte ihren Fuß auf unserem Feld abgesetzt.“

Aufgrund der Zandt-Verletzung musste Jil von der Stein ins kalte Wasser springen. Langenfeld wirkte jetzt trotzdem nicht verunsichert, sondern agierte weiter konzentriert (9:6, 12:7). Obwohl die SGL etwas später beim Stande von 18:9 erneut einige Fehler einstreute, rettete sie die Führung ins Ziel (21:16, 25:16).

Für den dritten Satz kamen Jessica Eisler für Mannschaftsführerin Diana Kiss und Vivien Tänzler für Nahrstedt. Wernitz zeigte sich wie gewohnt selbstkritisch und gab zu, dass die Maßnahme wenig brachte: „Das Team wirkte ungeordneter als vorher, zumal Jil mit der Formation vorher gut zurechtkam. Ich hätte den Wechsel eigentlich lassen sollen.“ Die SGL führte mit 6:1 und 9:5, ehe die Gäste das Spiel zum 22:18 drehten. Dann kämpfte sich Langenfeld allerdings zurück und machte den Erfolg klar (25:23).

Mit dem aktuellen Rang sechs in der Tabelle will sich die SGL auf Dauer nicht begnügen – im Gegenteil. Am Sonntag (15 Uhr, Halle Hinter den Gärten) soll im Heimspiel gegen den Tabellenzehnten PTSV Aachen II (drei Zähler) der nächste Schritt nach vorne folgen.

SG Langenfeld: Althaus, Kiss, Zandt, Lakicevic, Tänzler, von der Stein, Tillmann, Eisler, Nahrstedt, Brust, Schmittmann, Kemper.

Mehr von RP ONLINE