Fußball: Voller Sorgen: TuSpo Richrath ist gerade eine Groß-Baustelle

Fußball : Voller Sorgen: TuSpo Richrath ist gerade eine Groß-Baustelle

Der Wunsch klingt doch überhaupt nicht unverschämt und der Fußball-Landesligist TuSpo Richrath wollte grundsätzlich nur einen Platz unter den ersten zehn sowie eine Saison ohne größere Sorgen. Am liebsten sollte die Mannschaft um Trainer Marek Lesniak so schnell wie möglich frei von allen Zweifeln sein. Der Plan geriet dann schon vor der Winterpause durcheinander und der zehnte Tabellenplatz bietet viel – aber definitiv keine Sicherheit. Dass die Richrather bereits am 17. Februar (15 Uhr) im Nachholspiel beim FSV Vohwinkel wieder um wichtige Meisterschaftspunkte kämpfen sollen, kommt nun erschwerend hinzu. Dem Landesligisten rennt einfach die Zeit weg.

Der Wunsch klingt doch überhaupt nicht unverschämt und der Fußball-Landesligist TuSpo Richrath wollte grundsätzlich nur einen Platz unter den ersten zehn sowie eine Saison ohne größere Sorgen. Am liebsten sollte die Mannschaft um Trainer Marek Lesniak so schnell wie möglich frei von allen Zweifeln sein. Der Plan geriet dann schon vor der Winterpause durcheinander und der zehnte Tabellenplatz bietet viel — aber definitiv keine Sicherheit. Dass die Richrather bereits am 17. Februar (15 Uhr) im Nachholspiel beim FSV Vohwinkel wieder um wichtige Meisterschaftspunkte kämpfen sollen, kommt nun erschwerend hinzu. Dem Landesligisten rennt einfach die Zeit weg.

Das aktuell zur Jahreszeit passende Wetter hat die geplante Vorbereitung komplett umgeworfen, weil nun selbst der Kunstrasen am Schlangenberg im nahezu wahrsten Sinn des Wortes auf Eis liegt. Coach Lesniak wollte mit seiner Elf am 15. Januar einsteigen — gestrichen. Ein fürs vergangene Wochenende terminierter Test gegen den Bezirksliga-Tabellenführer FC Monheim fiel aus und die für den kommenden Sonntag angesetzte Partie gegen den Bezirksligisten TSV Krefeld-Bockum wird mit höchster Wahrscheinlichkeit dasselbe Schicksal erleiden.

"Das ist im Augenblick trainingstechnisch eine Katastrophe", sagt der Sportliche Leiter Jörg Broch. Die Richrather versuchen, sich über Training in der Halle oder Cageball-Einheiten ein bisschen über Wasser zu halten. Die vorgesehene Arbeit an der Grundlagen-Ausdauer oder gar taktischen Dingen auf dem großen Platz ist allerdings nahezu unmöglich — ein echtes Problem drei Wochen vor dem Ernstfall.

Die personelle Entwicklung für den Rest der Serie deutet ebenfalls darauf hin, dass sich Richrath eher auf eine ungemütliche Zeit einstellen muss. Drei Spieler, von denen sich die Verantwortlichen viel versprochen hatten, scheiden aus dem Aufgebot aus. Dominik Kepper steht aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung, während Tose Cuskarevski aufgrund seiner anhaltenden Kniebeschwerden womöglich mit dem Fußball aufhört. Obwohl Kepper eher selten und Cuskarevski bisher gar nicht zum Einsatz kam, wirken sich beide Fälle aus — weil sie Lesniaks Auswahlmöglichkeiten beschneiden.

Deutlich härter trifft die Richra-ther der Abgang des technisch versierten Mittelfeldspielers Mehmet Sezer, der sich abgemeldet hat und zum gefährdeten Solinger Bezirksligisten Vatanspor gehen will, bei dem der frühere TuSpo-Coach Ganija Pjetrovic als oberster Übungsleiter arbeitet. Eine Einigung der Klubs über die finanziellen Modalitäten steht nach wie vor aus, doch der Abschied aus Richrath gilt als beschlossene Sache.

Auf der Liste der "Neuen" findet Richrath zwei Namen. Vom benachbarten Kreisligisten GSV Langenfeld kehrt Abwehrspieler Jens Weidenmüller zurück. Broch: "Und Jonas Kahlfuss ist für mich ein interner Neuzugang." Der 19 Jahre junge Defensiv-Mann, vor der Saison aus Hilden gekommen, hat inzwischen einen Kreuzbandriss voll überwunden, kann alle Belastungen wegstecken und demnächst sein Comeback auf dem Platz geben.

Ob TuSpo darüber hinaus einen Spieler von außerhalb zu verpflichten vermag, ist nicht zuletzt eine finanzielle Frage und deshalb offen. Längst geklärt weiß Jörg Broch dagegen seine persönliche Zukunft im Bereich Sport: "Für mich ist nach dieser Saison das Thema Fußball zu Ende." Der Schritt, der in erster Linie familiär und beruflich bedingt ist, sei dem Verein allerdings ohnehin seit Langem bekannt. Die Personalie untermauert vor allem, dass sich am Schlangenberg derzeit viel bewegt. Nur der schöne Plan mit der Sicherheit scheint ein paar Fallstricke zu beherbergen.

(RP/ac)