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Fußball: Verzockt — und nur Zuschauer

Fußball : Verzockt — und nur Zuschauer

Beim Fußball-Kreisligisten GSV Langenfeld hat Sven Schneider eigentlich einen festen Platz im rechten Mittelfeld. Aber für die beiden letzten Partien ist der 22-Jährige zum Zuschauen verurteilt, denn er zog sich bei einem Spaß-Spiel mit Freunden einen Muskelfaserriss und einen Bluterguss im Oberschenkel zu.

Daher hat der Auszubildende nun auch ausreichend Zeit, um vor dem Lokalderby gegen TuSpo Richrath II (morgen, 15 Uhr, Gravenberg) noch im Tippspiel gegen die Lokalsport-Redaktion der Rheinischen Post anzutreten.

"Die Verletzung ist echt ärgerlich und setzt mich für vier bis fünf Wochen außer Gefecht. Das zeigt mir, dass das Zocken mit den Jungs zwar immer Spaß macht, aber nicht immer gut für die Saison ist. Jetzt muss ich denen von draußen beistehen", sagt Schneider, der seit zweieinhalb wieder an seiner ersten Station als Fußballer (Jugend) tätig ist.

Nach den Anfängen beim damaligen TBV Landwehr ging es über den HSV Langenfeld und TuSpo Richrath zum SSV Berghausen. Dort sammelte Schneider viele Erfahrungen — nicht nur im Seniorenbereich. Bereits vor fünf Jahren startete der Fußballer parallel seine Laufbahn als Trainer. Mit den Bambini ging es für den Ex-Schüler der Bettine-von-Armin-Gesamtschule los (Richrath/Abitur 2006).

So jung, so trickreich

Seine ersten Schützlinge begleitete der damalige Jugendspieler, der selbst Kreismeister war (B-Junioren, C-Junioren), bis in die D-Junioren. "Nach fünf Jahren wurde ich einfach gecancelt. Aber zum Glück kam da eine Anfrage von Fortuna Düsseldorf", sagt Schneider im Rückblick. Seit Juli 2008 betreut er dort als Co-Trainer zusammen mit Hans Krause die E I (U 11) des Drittligisten. "Das ist ein toller Job. Die Jungs sind alle so talentiert und zeigen mir schon Balltricks, die ich noch gar nicht kannte", erzählt der Jugendtrainer.

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Da ihm die Arbeit mit Kindern sehr viel Spaß macht, begann Sven Schneider ebenfalls 2008 eine Ausbildung zum Erzieher, die er in zwei Jahren abschließen möchte. Neben dem Beruf und den vielen Fußball-Aktivitäten bleibt nicht mehr besonders viel Freizeit. "Freitags spiele ich hin und wieder mit Salvatore Grillo, Dennis Kraeplin und ein paar Jungs aus der Dritten Poker. Sonst bin ich ja nur auf dem Fußball-Platz", sagt Schneider. Morgen steht er zwar nur daneben, traut seinen Teamkollegen aber auch so einen Sieg über Richrath II zu (3:2),

(RP)