Volleyball: Vergleich: Wie Wernitz den Kopierversuch fand

Volleyball : Vergleich: Wie Wernitz den Kopierversuch fand

Die Volleyballerinnen der SG Langenfeld gewannen in der 3. Liga mit 3:1 gegen den Oldenburger TB – der eine identische Taktik nehmen wollte.

Die Volleyballerinnen der SG Langenfeld gewannen in der 3. Liga mit 3:1 gegen den Oldenburger TB — der eine identische Taktik nehmen wollte.

Irgendwie kam Michael Wernitz der Text doch ziemlich bekannt vor. "Wir brauchen eine gute Annahme, um im Angriff variabel spielen zu können. Und im Aufschlag müssen wir versuchen, viel Druck zu erzeugen, um den gegnerischen Spielaufbau zu stören", las der Trainer im Vorbericht auf der Homepage des Oldenburger TB.

Mit exakt dieser Formel, die der Coach normalerweise in der 3. Liga für die Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) ausgibt, wollte nun Oldenburgs Trainer Stephan Bauer die Gastgeberinnen schlagen — was eine Steilvorlage für Wernitz war. "Hier will uns jemand kopieren. Zeigen wir denen, wie es richtig geht", sagte der 57-Jährige seinem Team — das sich tatsächlich bestens motiviert präsentierte und mit 3:1 gewann (25:20, 25:16, 25:27, 25:19).

Zunächst ließ sich die SGL aber von der eigenen Taktik überrumpeln (10:12). Weil die Langenfelderinnen jedoch mit einem großen Willen sowie fast noch größerer Spielfreude Bälle eroberte und verwertete, waren sie plötzlich das dominierende Team — 25:20. Im zweiten Satz machten Wenitz' Mannschaft ähnlich gut weiter. Victoria Drechsel agierte erneut stark auf der Libero-Position, während sich Außenangreiferin Jacqueline Kucybala so gut wie keinen Fehler erlaubte (25:16). "Fast jeder Ball war ein Punkt von ihr. Sie hat so locker und befreit gespielt, das war richtig toll", urteilte der zufriedene Trainer.

Eine reine Formsache schien anschließend auch der dritte Satz zu sein, da Langenfeld mit 23:18 führte und das Ende der Partie in dieser Phase schnell zu kommen schien. Auf einmal traten allerdings bei den Gastgeberinnen einige Unsicherheiten auf. Ergebnis: Die Annahme wurde wackliger und der Angriff entwickelte nicht mehr genügend Druck (25:27).

Im vierten Satz lag die SGL mit 3:8 zurück — und wusste sich wieder zu befreien. Stück für Stück kam Langenfeld heran, bis es beim 19:18 sogar zur eigenen Führung reichte. Für die Entscheidung sorgte dann Meike Schürholz, die geschickt mit kurzen und langen Angaben arbeitete — was wegweisend für den Erfolg war (25:19). Außerdem machte sie auch klar, wer das Urheberrecht für dieses taktische Mittel beanspruchen darf,

SG Langenfeld: Schürholz, Buller, Lippert, Drechsel, Kucybala, Röller, Nahrstedt, Kiss, Eisler.

(-ham)