Fußball: Und wieder soll es der Aufstieg sein

Fußball : Und wieder soll es der Aufstieg sein

Die Sportfreunde Baumberg II beendeten die vergangenen Serie in der Fußball-Kreisliga A wegen vieler personeller Sorgen nur auf Platz vier. Trainer Achim Nohlen will fünf A-Jugendliche einbauen und 2013/2014 erneut angreifen.

Der Blick zurück bringt Licht und Schatten. Daraus folgt, dass die Verantwortlichen des Fußball-Kreisligisten SF Baumberg II (SFB) mit der vergangenen Saison nicht zu hundert Prozent glücklich sein dürften. In der Abschlusstabelle landete das Team um Trainer Achim Nohlen auf Rang vier — 17 Punkte hinter dem Spitzenreiter VfL Witzhelden, der in die Bezirksliga aufsteigt. Diese Klasse peilt Baumberg ebenfalls an, doch trotz der großen Lücke zwischen Ziel und Wirklichkeit sieht Coach Nohlen die Situation als weniger dramatisch an, weil aufgrund der personellen Entwicklung nicht mehr drin war.

Nach dem ersten Teil der Meisterschaft lag Baumberg voll im Plan und hätte der VfL Witzhelden nicht einen Durchmarsch der Extraklasse hingelegt, wäre Nohlens Elf sicherlich ein heißer Aufstiegskandidat gewesen. Das große Handicap: Je länger die Saison dauerte, desto größer wurde das Verletzungspech — und genau aus diesem Grund rutschten die Sportfreunde langsam von Platz zwei auf Rang vier ab. Fabian Nowak (Kreuzbandriss) fiel im September 2012 früh als erste konstante Größe aus. Ihm folgten im Laufe der Serie die Langzeitverletzten Mario Heinze, Thorsten Gaida, Benjamin Uhlig, Robin Scholer und Jendrik Mansen. Außerdem verließen Philipp Betz und Robin Reuter die Mannschaft zur Winterpause. "Das waren starke Leistungsträger", betont Nohlen, "deswegen ist Platz vier für die Möglichkeiten, die uns zur Verfügung standen, in Ordnung."

Das große Problem lag vor allen Dingen darin, dass gleichzeitig auch die im schwierigen Kampf um den Klassenerhalt steckende Oberliga-Mannschaft der Sportfreunde viel mit Verletzungen zu tun hatte. "Dementsprechend haben wir nicht die gewohnte Unterstützung aus der ersten Mannschaft erhalten können", erklärt Nohlen. Unter dem Strich musste der Coach deshalb einen zu großen personellen Qualitätsverlust hinnehmen.

Neben der Qualität sorgte gegen Ende der Saison auch noch die Quantität im Kader für erhebliche Sorgenfalten. In manchen Spielen war Nohlen froh, dass wenigstens elf Spieler zur Verfügung standen. "Es kam sehr viel zusammen. Wir hoffen natürlich, dass sich die Situation in beiden Mannschaften entspannt", sagt der SFB-Coach, "zusätzlich werden fünf Spieler aus der A-Jugend aufrücken."

Der Nachwuchs aus dem eigenen Haus bereitet Nohlen besonders viel Freude. Beim 7:3 über Witzhelden am vorletzten Meisterschafts-Spieltag standen viele A-Jugendliche auf dem Platz, die ihr großes Potenzial unter Beweis stellten. Einige der Eigengewächse sollen jetzt zu einem rund 20 Spieler großen Kader gehören, mit dem Nohlen erneut ein hohes Ziel verfolgt: "Wir wollen um den Aufstieg mitspielen." Dabei hofft er, dass am Ende dann eher das Licht in der Bilanz überwiegt.

(mol-)