Einwurf: Über Wunder und ganz verrückte Dinge

Einwurf : Über Wunder und ganz verrückte Dinge

Es ist an der Zeit, mal wieder eine Lanze zu brechen für die Mannschaft der SG Langenfeld (SGL), die den Klassenerhalt in der 3. Handball-Liga wohl doch nicht schaffen wird. Fünf beziehungsweise sechs Punkte Rückstand auf die Ahlener SG, die den ersten Nicht-Abstiegsplatz belegt, sind eine happige Hypothek. Festzuhalten bleiben zwei Dinge. Erstens: Da spielt immer noch das beste Team, das Handball-Langenfeld jemals hatte. Zweitens: Da spielt ein Team, hinter dem ein märchenhaftes Jahr 2016 liegt - mit großartigen Erfolgen im Deutschen Amateurpokal und dem Aufstieg in die 3. Liga. Dort stellte sich der Aufsteiger ohne jede nennenswerte Verstärkung der Aufgabe, Woche für Woche gegen finanziell zum Teil in einer anderen Dimension angesiedelte Konkurrenz anzutreten. Selbstredend hat die SGL ein paar Mal wertvolle Zähler verschenkt, die ihr am Ende vielleicht bitter fehlen werden. Trotzdem sind die bisher erreichten elf Pluspunkte angesichts der vorhandenen Möglichkeiten eine akzeptable Ausbeute. Und vielleicht schafft Langenfeld ja noch das Wunder.

Gar kein Wunder wäre es, sollte am Saisonende der Fußball-Landesligist FC Monheim (FCM) tatsächlich den Aufstieg in die Oberliga schaffen - und dort den Sportfreunden Baumberg Gesellschaft leisten, die nach dem 3:3 in Hilden weiter auf dem Weg zum Klassenerhalt sind. Zwei Vereine aus einer Stadt von gut 40 000 Einwohnern in der Oberliga? Das klingt so verrückt, dass es wahr werden könnte. Michael Deutzmann

(RP)
Mehr von RP ONLINE